So viel Geld gab es für Blaulichtorganisationen aus dem Rettungsfonds

Vorarlberg / 16.12.2021 • 10:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So viel Geld gab es für Blaulichtorganisationen aus dem Rettungsfonds
Das Rote Kreuz ist die größte Blaulichtorganisation im Land. VN

Millionen für den Einsatz an vorderster Front.

bregenz Insgesamt acht Blaulichtorganisationen erhielten im vergangenen Jahr vom Rettungsfonds 9,2 Millionen Euro. Der Rettungsfonds speist sich aus Beiträgen des Landes (60 Prozent), der Gemeinden (40 Prozent) und sonstigen Einnahmen. Die Zahlungen des Landes lagen für 2020 bei 5,4 Millionen Euro. Die Gemeinden steuerten 3,6 Millionen Euro bei. Mit 6,7 Millionen Euro floss der Hauptteil des Budgets an den Landesverband des Roten Kreuzes. Die Wasserrettung erhielt 664.000 Euro, die Bergrettung bekam 520.000 Euro. Der Arbeiter-Samariter-Bund lukrierte aus dem Rettungsfonds 350.000 Euro.

Grenzüberschreitende Hilfe

Der Notarztdienst des Bregenzerwaldes wurde mit 309.000 mitfinanziert. Geld für notärztliche und andere medizinische Hilfen ging auch ins Ausland, nämlich an den Notarztdienst Oberstdorf (158.000 Euro) sowie das Bayrische Rote Kreuz (132.000 Euro), die in den Gemeinden des Kleinwalsertals bei Bedarf im Einsatz sind. Für den Notarztdienst der Arlberggemeinden, der in Lech stationiert ist, gab es 33.000 Euro.

Die Vergabe der Gelder erfolgt durch eine Kuratorium, dem Mitglieder der Landesregierung und des Gemeindeverbandes angehören. Dann gibt es noch ein erweitertes Kuratorium, in das die gesetzlich anerkannten Rettungsorganisationen je ein Mitglied entsenden. Die Geschäftsführung obliegt der für das Hilfs- und Rettungswesen zuständigen Abteilung im Landhaus, das ist die Abteilung Inneres und Sicherheit. Den Vorsitz hat Landeshauptmann Markus Wallner inne, als sein Stellvertreter fungiert Landesrat Christian Gantner. 

Die Bergrettung ist vor allem bei Unfällen im alpinen Gelände gefordert. <span class="copyright">Bergrettung</span>
Die Bergrettung ist vor allem bei Unfällen im alpinen Gelände gefordert. Bergrettung

Die Frauen holen auf

Das Rote Kreuz stellt mit 305 hauptberuflichen und über 1300 ehrenamtlichen Mitarbeitern die größte Blaulichtorganisation im Land. Das lässt sich auch an den 102.755 Rettungs- und Transporteinsätzen ablesen, in deren Rahmen 115.385 Patienten betreut und 2,9 Millionen Kilometer zurückgelegt wurden. Beachtliche 234.500 Stunden  entfielen im Rettungsdienst auf ehrenamtliche Ausrückungen. Die Bergrettung kann sich auf 1364 ehrenamtliche Mitglieder und eine Hundestaffel stützen. Auffallend: Nach wie vor dominieren zwar die Männer (1124), aber die Frauen haben aufgeholt. 2017 gab es in der Bergrettung 100 weibliche Mitglieder, inzwischen sind es bereits 140. Der Kurs- und Ausbildungsbetrieb war 2020 pandemiebedingt jedoch stark eingeschränkt. Gerade einmal 38 Kurse ließ Covid-19 zu. Zum Vergleich: 2019 waren es 65, 2018 sogar 75. Auch innerhalb der Ortsstellen waren Aktivitäten nur begrenzt möglich. Sie schrumpften von 1060 auf 867, was 26.312 Stunden ergab. Die meisten Einsätze, sowohl bodengebunden wie in der Luft, verursachten Unfälle im alpinen Gelände.

Die Wasserrettung bekam heuer ein neues Einsatzboot. <span class="copyright">VN/Sam</span>s
Die Wasserrettung bekam heuer ein neues Einsatzboot. VN/Sams

Bei der Wasserrettung engagieren sich neben drei hauptberuflichen Beschäftigten auch noch 1361 Ehrenamtliche. Zusammengezählt kamen sie auf 34.500 Stunden, die in verschiedene Hilfeleistungen und Wissensvermittlungeb, beispielsweise Schwimmkurse, flossen. Der Arbeiter-Samariter-Bund führte neben Rettungs- und Krankentransporten 420 Erste-Hilfe-Kurse durch.

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