Heimische Skigebiete lechzen nach Neuschnee

Vorarlberg / 02.01.2022 • 18:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alberschwende am Sonntag. Die letzten Schneereste werden zum Skifahren genützt. Die Kinder sind dankbar.
Alberschwende am Sonntag. Die letzten Schneereste werden zum Skifahren genützt. Die Kinder sind dankbar.

Alle weißen Flecken werden derzeit zum Skifahren genützt.

Alberschwende, Laterns „Wir sind ja froh, dass wir noch genug Schnee für die Kinderskikurse zusammenkratzen konnten“, sagt Reinold Baumann (62) und blickt in den Kalender. „Der 28. Dezember war der letzte Tag, an dem wir den großen Schlepplift in Betrieb hatten. Danach war Schluss.“ Man ist bescheiden geworden in Alberschwende, dem Ort auf gut 700 Metern Seehöhe, der bei den traditionellen Warmwetterfronten über Weihnachten stets zu den ersten Opfern zählt.

Für die Kinderskischulen aus Schwarzenberg und Hittisau ist der noch vorhandene Flecken Weiß beim Kinderlift Gold wert. „Bis zu 100 Kinder am Tag tummeln sich bei uns. Alle Kurse konnten durchgeführt werden. Darüber sind wir sehr froh“, jammert Baumann nicht. Freilich beträgt der Tagesumsatz derzeit nur ein Drittel dessen, was bei Befahren der großen Piste möglich wäre. Die Hoffnung auf eine nicht ganz verkorkste Bilanz der Weihnachtsferien lebt in Alberschwende dennoch: „Es wird jetzt wenigstens wieder kälter, und auch Schnee könnte bald kommen“, lässt sich der Geschäftsführer der Alberschwender Lifte seinen Optimismus nicht nehmen.

Laterns war voll

Auch im beliebten Familienskigebiet Laterns wünscht man sich nichts sehnlicher als Neuschnee. Die viel zu warmen Temperaturen und der Regen haben auf den Pisten des 920 Meter hoch gelegenen Skigebiets deutliche Spuren hinterlassen. Abseits der Schneebänder sind einige apere Flächen, jedoch: „Noch konnten wir alle unsere fünf Lifte in Betrieb halten. Unsere Gäste sind mit den vorherrschenden Bedingungen in Anbetracht der Umstände sehr zufrieden“, berichtet Mitarbeiterin Simone Reinberger.

Der Run auf Laterns-Gapfohl war am Sonntag gewaltig. Bald schon gab es im Parkareal keinen einzigen Autoparkplatz mehr, die Lust auf Sport, Schnee und frische Luft kannte keine Grenzen. „Lange geht das ohne Schneezuwachs jedoch nicht mehr gut“, erzählt Reinberger.

Zwei Tage muss das, was da ist, allerdings noch genügen. Für Mittwoch kündigen die Wetterfrösche dann aber den sehnlichst erwarteten Neuschnee an. VN-HK

Fahren mit „Pizzaschnitte“. Das war in Alberschwende trotz des fatalen Warmwettereinbruchs möglich.VN/Paulitsch
Fahren mit „Pizzaschnitte“. Das war in Alberschwende trotz des fatalen Warmwettereinbruchs möglich.VN/Paulitsch

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