Omikron verdrängt Delta

Vorarlberg / 03.01.2022 • 22:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Sequenzierungen deuten darauf hin, dass sich Omikron in Österreich bereits durchgesetzt hat. Reuters
Die Sequenzierungen deuten darauf hin, dass sich Omikron in Österreich bereits durchgesetzt hat. Reuters

Innerhalb von sechs Wochen etablierte sich Omikron als dominante Mutation.

Bregenz In der vergangenen Woche setzte sich die Omikronvariante als vorherrschende Mutation in Österreich durch. In der Kalenderwoche 52 standen 2915 Delta- 4360 Omikronfälle gegenüber, informiert die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). In der Woche davor dominierte noch die Deltavariante mit 5953 zu 1905 Fälle. Insgesamt gab es bislang 6768 nachgewiesene Omikronfälle, 216 davon in Vorarlberg. Spitzenreiter sind Wien mit 3766 und Salzburg mit 801 Infektionen. Am anderen Ende der Tabelle sind es 160 in Kärnten und 145 in der Steiermark.

Für die Bundesländer abseits von Wien liegen der AGES nur Stichproben vor, in Wien werden die Gurgeltests von „Alles gurgelt“ durchgehend ausgewertet. Außerdem sind noch Nachmeldungen zu erwarten. Dennoch geht die AGES davon aus, dass die Omikronvariante in Österreich nur sechs Wochen brauchte, um sich als die dominante Variante zu behaupten.

Die Pathologie Feldkirch wertet die behördlichen Testungen Vorarlbergs aus. Sie ist seit vergangener Woche in der Lage, ihre Proben systematisch auf Mutationen zu untersuchen. Die bisherigen Sequenzierungen der Pathologie deuten darauf hin, dass in Vorarlberg noch die Deltavariante die Oberhand hat. Es sei aber noch diese Woche damit zu rechnen, dass Omikron sich durchsetzt. Genaue Zahlen werde das Land Vorarlberg am Mittwoch präsentieren können.

Delta dominierte 2021

2021 wurde mit insgesamt 242.874 Nachweisen von Delta dominiert. 120.174 bestätigte Fälle waren es bei Alpha, 915 von Beta und 96 von Gamma und eben in den letzten sechs Wochen des Jahres 2021 allein 6768 Omikronnachweise.

Die Omikronvariante ist die am stärksten abweichende Variante, die bisher in signifikanter Zahl nachgewiesen wurde. Sie dürfte nach den bisherigen wissenschaftlichen Daten mit einer erhöhten Übertragbarkeit, einer Verringerung der Wirksamkeit des Impfstoffs und einem erhöhten Risiko für Reinfektionen verbunden sein.

In Frankreich gibt es derweil bei zwölf Menschen im Südwesten des Landes Hinweise auf eine neue Variante des Coronavirus. Diese IHU getaufte Variante dürfte in Verbindung mit einer Afrikareise stehen. Nun muss erforscht werden, wie sie auf die Impfung reagiert und wie ansteckend sie ist. VN-RAU

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