Pandemie hält Arlberg auf Trab

Vorarlberg / 03.01.2022 • 20:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Coronafälle machen Hoteliers und Wirtsleuten zu schaffen.

LECH So wie in einigen anderen Skiregionen des Landes hält die Pandemie und möglicherweise auch das sich rasant ausbreitende Virus Omikron die Arlberger in Atem. Dabei werden Hotel- und Lokalbetreiber vor bisher nicht gekannte Herausforderungen im Hinblick auf die Einhaltung der Maßnahmen gestellt. Einerseits gilt es darauf zu achten, dass unter den Mitarbeitern kein Cluster ausbricht, und andererseits muss die Gästeschar geschützt werden. „Wir wollen auf keinen Fall zu einem Ischgl werden und müssen alles unternehmen, damit dies nicht doch passiert“, meinte ein Hotelier, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Auch Tourismusdirektor Hermann Fercher ist die Situation bewusst. Zumal einige Lokale, darunter die beliebte Schneggarei oder das Restaurant Fux wegen Corona im Mitarbeiterstab vorübergehend ihre Rollladen herunterlassen mussten.

Höchste Inzidenz in Vorarlberg

Immerhin weist Lech laut Coronadashboard des Landes die hohe Zahl von 61 Infizierten auf. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3129 und ist damit die höchste in Vorarlberg.

In dieser Zahl sind auch die in Lech gemeldeten Mitarbeiter in Hotels und Restaurants inkludiert. „Corona und die Maßnahmen zählen zum Alltag, wir versuchen mit dem Thema so gut wie möglich umzugehen und mit Optimismus an die Sache heranzugehen“, sagt Fercher im VN-Gespräch. Das Motto in Lech laute: „Auch in Coronazeiten muss Tourismus möglich sein.“ Lech und Zürs würden sich trotz Pandemie großer Beliebtheit erfreuen, betont Fercher und verweist auf „sehr gute Auslastung zu Weihnachten und Neujahr“. Viele Gäste würden die sorgfältige Kontrolle der Masken- und 2G Auflagen loben. „Jedenfalls bewerten wir die Öffnung der Wintersaison als sehr positiv und das nicht nur aus finanzieller Sicht.“ Das Aufsperren habe geholfen, Mitarbeiter zu halten, „und der Psyche der Unternehmer gutgetan“.

Bis zu 700 Testungen am Tag

„Aktuell sind wir in enger Abstimmung mit der Landesinfektionsleitstelle, um Gäste zu unterstützen, die aufgrund eines Absonderungsbescheides in Quarantäne gehen müssen und ein Quarantänequartier benötigen“, schildert Fercher. „Diese Unterstützung am Gast übernimmt die Lech Zürs Tourismus. Alle Hoteliers und Gastronomen verhalten sich nach unserer Ansicht vorbildlich.“ Die Buchungslage nach dem 10. Jänner entspanne sich, ähnlich einem normalen Winter. Und wie läuft das Testangebot? „In der Hochsaison konnte und kann man täglich testen, 300 bis 700 Testungen pro Tag. Und die Testteams kommen auch, je nach Bedarf, ab zehn Personen ins Haus.“ VN-TW

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