Virus sorgt auch unter Skilehrern für Verunsicherung

Vorarlberg / 04.01.2022 • 19:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch am Arlberg stellen die Schutzmaßnahmen in Sachen Virus die Skischulen vor große Herausforderungen. VN
Auch am Arlberg stellen die Schutzmaßnahmen in Sachen Virus die Skischulen vor große Herausforderungen. VN

Teststrategien stellen Skischulen vor große Herausforderungen.

Lech, Zürs, St. Anton Im benachbarten Tirol hat sich nach Kirchberg bereits am Montag ein zweiter Coronacluster unter Skilehrern aufgetan, und zwar in St. Anton am Arlberg: 21 Skilehrer einer Skischule wurden dort positiv auf das Coronavirus getestet und anschließend abgesondert.

In Kirchberg erhöhte sich die Zahl der positiven Skilehrer-Testungen indes von 23 auf 24. Um der Entwicklung entgegenzutreten, will das Land vor allem ausländische Skilehrer boostern. Denn viele von ihnen hätten noch nicht die dritte Impfung erhalten, hieß es in einer Aussendung. Man habe sich bezüglich der geplanten Maßnahme mit dem Tiroler Landesskilehrerverband abgestimmt, wurde betont.

Mehrfach wöchentlich zum Testen?

Das Angebot seitens des Skilehrerverbandes wurde offenbar bereits explizit an die Skischulen kommuniziert. Zudem wollen die Verantwortlichen auch beim Testen in die Offensive gehen: Es sei über den Landesskilehrerverband an alle Skischulen die dringende Empfehlung ausgegeben worden, für alle Skilehrerinnen und Skilehrer 2G-Plus umzusetzen. Dies bedeute, dass alle Skilehrer ab sofort regelmäßig mehrmals wöchentlich getestet werden sollen. In Kirchberg im Bezirk Kitzbühel waren zwei Skischulen mit überwiegend ausländischen Staatsbürgern betroffen. Auch dort wurden sowohl die positiv Getesteten als auch alle weiteren Skilehrer der beiden Gruppen von der Gesundheitsbehörde umgehend abgesondert. Vorsorglich war zudem ein öffentlicher Aufruf gestartet worden.

Teststrategien für die Skilehrer

Und wie sieht die Situation in Sachen Corona beispielsweise in Lech und Zürs am Arlberg aus? Bei Conny Berchtold schrillten als Verbandschef der Skilehrer im Land offenbar die Alarmglocken, als er von Coronaclustern unter den Skilehrern in St. Anton und Kirchberg in Tirol hörte. Berchtold griff zum Telefonhörer und versuchte sich in Sachen Corona unter Skilehrern in Lech und Zürs schlau zu machen.

„Ich habe mit Vertretern der Skischulen in Lech und Zürs telefoniert und nachgefragt. Immerhin sind dort rund einhundert Skilehrer erfasst. Am Arlberg wird die Teststrategie eingehalten. Jene, die nicht über 2G verfügen, können nicht mehr eingesetzt werden. Unter den Zürser Skilehrern werden zwei mal pro Woche PCR-Tests durchgeführt“, betont Berchtold im VN-Gespräch. Allerdings, so Berchtold, seien privat wohnhafte Skilehrer nicht erfasst, man gehe freilich davon aus, dass auch sie die Regeln einhalten würden. Für Berchtold gilt auch für die privat wohnhaften Kollegen: „2G lautet unsere Empfehlung für alle.“

Infizierter Skilehrer in Oberlech?

Unterdessen macht eine mögliche Infektion eines Skilehrers in Oberlech am Arlberg die Runde. Ein privat wohnhafter Skilehrer, der seit Jahren am Arlberg tätig ist, soll Anfang dieser Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Der Mann hatte eine Urlauberfamilie in Sachen Skilauf geschult. In der Folge musste die in einem Oberlecher Hotel wohnende Familie coronabedingt abgesondert werden. Dies stellte wiederum den Betreiber des Hotels vor unerwartete Herausforderungen.

Der Leiter der Skischule Lech, Christian Elsensohn, war trotz mehrfacher Versuche für die VN am Telefon nicht erreichbar. VN-TW

„2G lautet die Empfehlung. Privat wohnende Skilehrer sind jedoch nicht erfasst.“

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