Initiative will ­Wälderhalle verhindern

Vorarlberg / 05.01.2022 • 20:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Standort für die Wälderhalle befindet sich in der Gemeinde von Bürgermeister Bernhard Kleber.
Der Standort für die Wälderhalle befindet sich in der Gemeinde von Bürgermeister Bernhard Kleber.

Ein Antrag auf Volksbefragung wurde unlängst eingebracht.

Andelsbuch Über die Wälderhalle wurde lange diskutiert. Allein in der Andelsbucher Gemeindevertretung ist das Projekt seit rund sechs Jahren Thema. Mittlerweile ist so gut wie alles auf Schiene. Anfang November wurde das Widmungsverfahren eingeleitet. Die Finanzierung steht. Der Baustart ist für Frühling geplant. Einer neu gegründeten neunköpfigen Initiative gefällt das aber offenbar gar nicht. Vor Weihnachten wurde bei der Standortgemeinde Andelsbuch ein Antrag auf Volksbefragung eingebracht. Dass die Aktion so kurz vor dem Spatenstich gestartet wurde, stößt beim „Team Wälderhalle“ auf wenig Verständnis. „Nach jahrelangem Bemühen sind endlich alle wesentlichen Schritte geschafft. Dass das Projekt nun grundsätzlich infrage gestellt werden soll, macht uns sehr betroffen“, sagt Sprecher Hans Metzler, der nun auf eine breite Unterstützung hofft. 

Die Initiatoren der Volksbefragung um Franz Martin begründen den Antrag mit dem hohen Umwelt- und Ressourcenaufwand. Das „Team Wälderhalle“ kontert mit Fakten und verweist unter anderem auf das geplante Energiemanagementsystem und die Form. „Die Abwärme der Kältemaschine für die Eistechnik wird, wenn sie keine Nutzer in der Halle findet, in einen Erdspeicher unter der Hallenfläche geleitet. Im Winter wird die Halle mit klimafreundlicher Wärme aus diesem Erdspeicher gespeist. Zudem erlaubt das Membrandach im Sommer einen kühlenden Luftaustausch über Nacht und einen bis zu sechs Meter hohen Luftwärmepuffer im Winter. Die zylindrische Form der Wälderhalle generiert am wenigsten Oberfläche im Verhältnis zum Volumen und stellt dadurch eine sehr effiziente, wirtschaftliche Form dar“, erläutert Architekt Klaus Metzler.

Wie es nun weitergeht? Bürgermeister Bernhard Kleber erläutert: Nachdem die Gemeindewahlbehörde den Antrag genehmigt hat, hat die Gruppe acht Wochen Zeit, um Unterstützungserklärungen zu sammeln. „Im Falle von Andelsbuch sind das circa 400“, ergänzt der Gemeindechef. Die Eishalle mit Restaurant, Bistro, Multifunktionsraum und Diskothek kostet knapp 14,7 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte kommt von privaten Investoren. Das Land steuert 4,2 Millionen Euro bei, die Regio Bregenzerwald zahlt 300.000 Euro und bekommt dafür Nutzungszeiten. vn-ger

„Dass das Projekt nun grundsätzlich infrage gestellt werden soll, macht uns sehr betroffen.“

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