Skilifte in Alberschwende vor dem Aus

Vorarlberg / 06.01.2022 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Skilifte in Alberschwende vor dem Aus
Thomas Gmeiner kämpft für den Erhalt des Skiliftes. Privat, VN

Alles hängt an einem Vertrag. Initiative sammelt Unterschriften für den Erhalt.

Alberschwende Stehen die Skilifte in Alberschwende bald vor dem endgültigen Aus? Eine Gruppe von Wintersportfreunden sammelt seit dieser Woche Unterschriften für den Erhalt der Anlagen. „Wir wollen, dass die Gemeinde und die Liftgesellschaft wissen, dass die Öffentlichkeit hinter den Liften steht und dass weiter versucht wird, eine Lösung zu finden“, unterstreicht der Sprecher „Liftfreunde Alberschwende“, Thomas Gmeiner (32).

„Wir wollen, dass die Gemeinde und die Liftgesellschaft weiter versuchen, eine Lösung zu finden.“

Thomas Gmeiner, Liftfreunde Alberschwende

Der Einersessellift am Brüggelekopf wurde bereits vor fast vier Jahren eingestellt. Eine erneute Verlängerung war nach 51 Betriebsjahren aufgrund des technischen Zustands nicht mehr möglich. Die drei Lifte am Dresslerberg und Tannerberg sind seither in Revision gestellt. Derzeit sind nur noch der Übungslift und Schlepplift am Brüggelekopf in Betrieb. Ob das auch nach April 2023 noch möglich ist, hängt davon ab, ob der Vertrag mit einem Grundstückseigentümer verlängert werden kann. Sollte es weiterhin kein Einvernehmen geben, sind die Lifte Geschichte. „Dann kann man beide Lifte, an dem Standort wo sie jetzt sind, nicht mehr betreiben“, erläutert Reinold Baumann, Geschäftsführer der Liftbetriebe. Die Anlagen an einen anderen Platz zu versetzen, wäre grundsätzlich möglich, aber nicht einfach. „Das ist eine schwierige Geschichte. Für eine Neugenehmigung brauchst du unter anderem ein Behördenverfahren. Im Prinzip müsste man das ganze Konzept neu aufstellen“, führt der Geschäftsführer aus. Erste Konzepte gäbe es schon, sie seien aber noch zu vage, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Es gibt momentan auch noch keine Investoren dazu“, ergänzt Baumann.

Bis Mittwochnachmittag wurde die Initiative von über 1500 Menschen unterstützt. Der Zulauf hat selbst Thomas Gmeiner überrascht. „Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht“, räumt der Alberschwender ein. Die Petition läuft voraussichtlich noch bis zum Ende der Wintersaison. Anschließend sollen die Unterschriften an die Gemeinde und die Liftbetriebe übergeben werden.

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