Wie Impfung und Omikron das Pandemiegeschehen veränderten

Vorarlberg / 06.01.2022 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie Impfung und Omikron das Pandemiegeschehen veränderten
Mitarbeiter in Spitälern und Intensivstationen stehen unter Dauerbelastung.  khbg

Am gleichen Tag vor einem Jahr: ein Vergleich.

Schwarzach Die Pandemie gibt sich hartnäckig. Die Aussichten, dass sich bald etwas zum Besseren ändert, sind trotz aller Bemühungen gering. Stattdessen kommen immer neue Virus-Varianten um die Ecke. Derzeit lehrt uns Omikron das Fürchten, wie sehr, zeigt ein kleiner Vergleich. Am 5. Jänner 2021 waren in Vorarlberg 1144 Personen als aktiv positiv registriert. Am gleichen Tag des Jahres 2022 lag deren Zahl bei 2695. Gesundheitsexperte Armin Fidler rät zwar, solche Gegenüberstellungen mit Vorsicht zu betrachten, zeigt sich aber überzeugt, dass der deutliche Unterschied bei den Infizierten der Omikron-Variante geschuldet ist. Es komme aber auch auf die Testfrequenz an. „Einige Länder testen sehr viel, andere haben eine riesige Dunkelziffer.“

Testzahlen aktualisiert

Vorarlberg will diesbezüglich nicht mehr im Dunkeln tappen und hat sein Covid-19-Dashboard aktualisiert. Wie Landesrat Christian Gantner mitteilte, werden nun auch PCR-Screening- sowie PCR-Gurgel-Tests auf der Plattform statistisch erfasst. Die nachträgliche Einspeisung dieser Tests ließ die Anzahl der PCR-Testungen um mehr als 315.000 auf über 768.000 ansteigen. „Das landesweite Testaufkommen wird damit noch genauer abgebildet“, erklärte Gantner. Permanente Testungen sind für ihn eine „wichtige Speerspitze und ein Wellenbrecher in der Pandemiebekämpfung“. Die am Dashboard ausgewiesene Gesamtzahl bei den Testungen hat sich mit der jüngsten Aktualisierung auf fast 5,58 Millionen erhöht.

Rasche Schutzwirkung

Im Krankenhaus lagen vor einem Jahr 70 Covidpatienten, davon elf auf der Intensivstation. Am gleichen Tag 2022 waren es 39 Covid-19-Erkrankte inklusive 13 Intensivpatienten. Die niedrigen Spitalszahlen rechnet Armin Fidler der Impfung zu: „Wir können mit der Impfung garantiert die Hospitalisierungsrate senken.“ Mit dem dritten Stich sei auch bei Omikron ein guter Schutz vor einem schweren Verlauf gegeben. „Die Impfung hilft immer noch“, verweist er auf die rasche Schutzwirkung der Auffrischung, die schon nach einer Woche eintritt. „Es ist also noch nicht zu spät“, ergänzt er.

Noch ein Vergleich: Vor einem Jahr zur gleichen Zeit wies die Statistik 223 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie aus. Inzwischen sind allein in Vorarlberg 431 Menschen am oder mit dem Virus gestorben.

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