Anklage: Terroranschlag geplant

Vorarlberg / 07.01.2022 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Am Landesgericht Feldkirch muss sich kommende Woche ein Tschetschene wegen des Verbrechens der terroristischen Vereinigung verantworten. vn/paulitsch
Am Landesgericht Feldkirch muss sich kommende Woche ein Tschetschene wegen des Verbrechens der terroristischen Vereinigung verantworten. vn/paulitsch

Tschetschene soll versucht haben, einen Amoklauf zu organisieren.

feldkirch Am kommenden Donnerstag, 13. Jänner, wird am Landesgericht Feldkirch ein aufsehenerregender Prozess stattfinden. Die Vorwürfe, denen sich ein 22-jähriger muslimischer Tschetschene stellen muss, sind gravierend.

Terroristische Vereinigung

So wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten unter anderem die Mitgliedschaft einer in Syrien agierenden terroristischen Vereinigung vor.

Unter dem Anklagepunkt „Verbrechen des verbrecherischen Komplotts“ soll der junge Mann außerdem während mehrerer Gespräche versucht haben, mit weiteren Personen eine gemeinsame Ausführung mehrerer Morde zu verabreden.

„Konspirationen“ im Gefängnis

Zu diesen denkwürdigen „Konspirationen“ sei es übrigens mit anderen Häftlingen in der Justizanstalt Feldkirch gekommen sein. Doch der Angeklagte hatte damit Pech: Sein Plan, Komplizen für einen Amoklauf in Vorarlberg zu gewinnen, blieb erfolglos. Dem nunmehr 22-Jährigen soll konkret vorgeschwebt haben, bei einem Attentat in einer Diskothek im Raum Dornbirn möglichst viele Menschen zu erschießen.

Der mehrfach vorbestrafte Tschetschene ist angeblich bekannt mit jenem Attentäter, der im November 2020 einen Anschlag in Wien verübte. Sie hätten sich dereinst im Gefängnis kennengelernt. Beim Schöffen-Prozess unter dem Vorsitz von Richterin Sabrina Tagwercher ist unter anderem die Einvernahme eines 17-jährigen Belastungszeugen aus Syrien vorgesehen, den der Angeklagte angeblich als Komplizen anwerben wollte.

Fluchtversuch

Außerdem muss sich der Tschetschene auch wegen schwerer Sachbeschädigung verantworten. Er hatte im Vorjahr ein Loch in die Wand seiner Feldkircher Haftzelle gebohrt, um zu flüchten. Zu guter Letzt habe er noch einen Stuhl zerstört. VN-GS

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