Von Durchseuchung und Hirschen

Vorarlberg / 07.01.2022 • 17:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jener Mann, der im Bild links oben das Bregenz-Schild in die Höhe hält, ist zum Zeitpunkt des Postings gar nicht mehr Teil der Neos.Screenshot
Jener Mann, der im Bild links oben das Bregenz-Schild in die Höhe hält, ist zum Zeitpunkt des Postings gar nicht mehr Teil der Neos.Screenshot

Infiziert Ginge die Durchseuchung der Bevölkerung in Vorarlberg so rasch über die Bühne wie jene der Landesregierung, so wäre die Pandemie wohl bald durch, heißt es nicht nur im Landhaus in der Landeshauptstadt Bregenz. Nach Landeshauptmann Markus Wallner (54, VP) fing sich bekanntlich auch Sicherheitslandesrat Christian Gantner (41, VP) das Virus ein. Jetzt hat es auch Landesstatthalterin und Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (60, VP) erwischt. Das entspricht einer Quote von mehr als 40 Prozent. Vom Virus verschont blieben bisher lediglich Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (49, VP), Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (45, VP) sowie die beiden Landesräte Johannes Rauch (62, Grüne) und Katharina Wiesflecker (57, Grüne). Ganz ohne Corona ging es freilich auch beim kleinen Regierungspartner auf Landesebene nicht. Jetzt zählt nämlich auch die Vizeklubchefin im Landtag, Eva Hammerer, (46, Grüne), zum Kreis der Infizierten. „Es ist Omikron mit leichten Symptomen“, ließ die Harderin wissen.

Fotolapsus Wer denkt schon daran, dass ein Stadtparteiobmann wenige Tage vor Weihnachten aus der Fraktion ausgeschlossen wird? Als die Neos ihr Foto mit den Gemeindegruppen für das obligatorische Weihnachts-Posting vorbereiteten, natürlich niemand. Der Bregenzer Stadtparteichef Alexander Moosbrugger (49) winkte jedenfalls am 24. Dezember mit dem Bregenz-Schild in Sozialen Medien aus dem digitalen Netzwerk. Dumm nur, dass er zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr pink war. Wie berichtetet, schlossen die Bregenzer Neos Moosbrugger und den Rechtsanwalt Ludwig Weh (69) aus der Fraktion aus, nachdem sie sich mit einem offenen Brief über die Coronalinie der Pinken mit Bundesparteichefin Beate Meinl-Reisinger (43, Neos)beschwerten. Der Klubdirektor im Landtag, Michael Sagmeister (32), übernimmt. Mittlerweile hat auch die Bundespartei Moosbrugger ausgeschlossen. Der Bregenzer bleibt allerdings als freier Mandatar in der Stadtvertretung der Landeshauptstadt. Sein nächstes Weihnachtsposting wird er jetzt allein knipsen müssen.

Viel Geweih Der Zuchtverband Vorarlberg Rind mit Obmann Gerhard Fruhauf (41) an der Spitze sorgte für Schmunzeln. Auf einer an zahlreiche Partner, Mitglieder und Medienvertreter verschickten Weihnachtskarte waren nämlich keine Rinder abgebildet, sondern vielmehr drei prachtvolle Hirsche mit viel Geweih auf den Köpfen. Bemerkenswert ist dies vor allem deswegen, weil gerade die Viehzüchter in den TBC-Risikogebieten wegen der Ansteckungsgefahr alles andere als Freude mit munteren Hirschen haben. Seit Jahren liefert sich etwa Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger (55, VP) mit der Jägerschaft und Grünröcken im Land immer wieder heftige Diskussionen, weil er glaubt, die Weidmänner würden zu wenige der Wildtiere erlegen.

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