Schulbeginn in der fünften Welle

Vorarlberg / 09.01.2022 • 22:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tests und Masken gehören weiterhin zum Schulalltag. Die Bundesregierung will Distance Learning verhindern, kann es aber nicht ausschließen. RTS
Tests und Masken gehören weiterhin zum Schulalltag. Die Bundesregierung will Distance Learning verhindern, kann es aber nicht ausschließen. RTS

Höchste Sicherheitsstufe bis 28. Februar. Spitalsbelegung laut Mückstein ausschlaggebend.

Wien Der Schulbetrieb beginnt heute unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und wird mit Tests, Masken und Co. auch noch länger so weiterlaufen. Die „Sicherheitsphase“, die ursprünglich bis 15. Jänner geplant war, soll laut Erlass des Bildungsministeriums zumindest bis 28. Februar dauern. Eltern können ihre Kinder demnach weiterhin ohne ärztliches Attest vom Präsenzunterricht entschuldigen. Es liege dann aber in ihrer Verantwortung, sich bei den Lehrern über die Stoffgebiete zu informieren. „Es findet kein flächendeckendes Distance-Learning statt, da der Unterricht grundsätzlich in Präsenz stattfindet.“

So soll es auch bleiben, sagen Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Man wisse zwar, dass die Bildungseinrichtungen Teil der Infektionsketten sind. Allerdings wisse man auch, „dass Schulschließungen große Probleme machen, vor allem im psychosozialen Bereich“, erklärt Mückstein. Man habe die Schulen maximal sicher gemacht. Die Regeln sind klar: Es herrscht durchgehende Maskenpflicht. Lehrer und Oberstufenschüler müssen eine FFP2-Maske tragen, bei Pflichtschülern reicht ein Mund-Nasenschutz. Die Kinder und Jugendlichen müssen sich unabhängig von ihrem Impfstatus in der ersten Woche am Montag (PCR und Antigen), Dienstag (Antigen) und Donnerstag (Antigen) testen. Ab 17. Jänner sind zwei PCR-Tests und ein Antigentest pro Woche geplant. Auch für ungeimpftes Lehr- und Verwaltungspersonal sind zwei PCR-Tests verpflichtend.

Bei einem Coronafall in der Klasse wird weiter in Präsenz unterrichtet (ohne das positive Kind). Die übrigen Kinder müssen sich dann fünf Tage täglich testen. Tritt ein weiterer Corona-Fall auf, wird Distance Learning angeordnet.

Neuer Marker für Maßnahmen

Mückstein kann aber weder versprechen, dass es keine Schulschließungen mehr gibt, noch dass es zu keinem weiteren Lockdown kommt. Der entscheidende „Marker“ werde künftig nicht mehr die Belegung der Intensivstationen sein, sondern jene der Normalstationen. Derzeit sei aber unklar, wo die Grenze liege. Mückstein verweist dazu auf die milderen Verläufe mit der neuen Omikron-Variante. Die Wahrscheinlichkeit, ins Spital zu kommen, sei um 40 bis 50 Prozent geringer: „Wir wissen auch, dass bei Delta einer von vier infizierten eingelieferten Patienten auf die Intensivstation gekommen ist.“ Bei Omikron betrage dieses Verhältnis nur 1:10. 

Die Impfung bleibe entscheidend und der Ausweg aus der Krise, erklärt der Minister. Die Impfpflicht komme wie geplant mit Februar. Das bedeute aber nicht, dass der Lockdown für Ungeimpfte gleichzeitig ende. Mückstein erinnert daran, dass die Impfung auch bei der Omikron-Variante vor schweren Verläufen schützt. Der Drittstich sei ausschlaggebend, auch die Weitergabe des Virus sei damit weniger wahrscheinlich. VN-ebi

„Schulschließungen machen große Probleme, vor allem im psychosozialen Bereich.“

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