Schon wieder keine Schulskiwochen

Vorarlberg / 10.01.2022 • 19:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Viele Schulkinder müssen auch diesen Winter wieder auf Highlights eines Schuljahres verzichten. Die Skiwochen fallen im Jänner und im Februar aus.VN/STEMER-MOOSMAN
Viele Schulkinder müssen auch diesen Winter wieder auf Highlights eines Schuljahres verzichten. Die Skiwochen fallen im Jänner und im Februar aus.VN/STEMER-MOOSMAN

Sicherheitsphase verbietet Schulwochen bis Ende Februar. 45 positive Antigentests am Montag gemeldet.

BREGENZ 45 positive Antigentests wurden am ersten Schultag an den Vorarlberger Schulen bis am Nachmittag an die Bildungsdirektion (BID) gemeldet. „Am Montag vor Weihnachten hatten wir 16. Der Höchststand Ende November betrug 115 positive Fälle“, stellt Elisabeth Mettauer-Stubler, BID-Kommunikationsleiterin, die Zahl in nachvollziehbare Relation. „Ich muss allerdings auch sagen, dass die Kinder, die sich womöglich zu Hause positiv testeten, nicht miteingerechnet sind“, ergänzt die Kommunikationsleiterin.

Das Testprogramm

Das Testprogramm der ersten Woche sieht am Dienstag einen weiteren Antigentest vor, am Mittwoch gibt’s dann eine PCR-Kontrolle. Kommende Woche stehen zwei PCR-Tests am Dienstag und am Donnerstag, dazu ein Antigentest am Montag auf dem Programm.

Erstes Ziel: offene Schulen

Fix ist: Die Skiwochen fallen an allen Schulen bis Ende Februar definitiv aus. „Das ist entsprechend der Richtlinien für die Sicherheitsphase an den Schulen unvermeidlich“, äußert sich BRG Dornbirn Schoren-Direktor Reinhard Sepp (58) zu der traurigen Tatsache. Noch im November war der Schulleiter bezüglich Skiwochen optimistisch. Fünf zweite Klassen hätten nach Damüls gehen sollen – die VN berichteten. Jetzt sieht Sepp den aktuellen Tatsachen nüchtern ins Auge. „Es ist alles mühselig, ja. Aber das Wichtigste ist nun, dass die Schulen unter allen Umständen offenbleiben. Alles andere hätte dramatische soziale und psychische Folgen für die Schüler.“

Eislaufen, Rodeln, Tennis

Auch an der Sportmittelschule Nenzing war man noch im November in froher Erwartung. „Zwischen 21. und 25. Februar wären unsere vier zweiten Klassen in Damüls auf Skiwoche gegangen. Leider wird daraus nun nichts“, nimmt Direktorin Annette Walter die unlängst festgelegte Dauer der Sicherheitsphase betrübt zur Kenntnis. „Jetzt werden wir vermehrt sportliche Alternativen suchen müssen: Eislaufen, Rodeln und Tennis in der Halle in Altenstadt, weil unsere Halle in Nenzing ja zum Impfzentrum umfunktioniert wurde“, kündigt die Direktorin an.

Zu mehreren sportlichen Einzelaktivitäten rät auch Konrad Berchtold, seines Zeichens Fachinspektor für Bewegungserziehung und Sport. „Es empfiehlt sich, Sportstunden zu blocken und in einen halben Tag Wintersport zu investieren. Der Ausfall der Skiwochen im Jänner und Februar steht fest. Daran lässt sich nichts mehr ändern.“ Verlautbart wurde die Verlängerung der Sicherheitsphase aufgrund der Omikron-Entwicklungen gegen Ende der Ferien.

Verwaistes Schulsportzentrum

Zum zweiten Mal hart trifft das Wegbleiben der Schulklassen unter anderem das Schulsportzentrum Tschagguns als Herberge für zahlreiche Schülergruppen. „Durch die aktuelle Situation haben wir bereits 3796 Nächtigungen durch 1003 angemeldete Personen auch heuer verloren. Bleibt nur noch der März, sollte da mit den Schulen vielleicht noch etwas gehen“, beschreibt Verwalter Elmar Egg (59) die Situation. In Tschagguns wird nun das Nebengeschäft zum einzigen Umsatzbringer: „Vereine und Teilnehmer von Fortbildungen, die am Wochenende bei uns sind. Sollten nicht auch von denen noch einige stornieren“, merkt Egg an. VN-HK

„Das Wichtigste ist, dass die Schulen offen bleiben. Alles andere hätte dramatische soziale und psychische Folgen.“

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