Altach erneut mit Rekordbudget

Vorarlberg / 11.01.2022 • 16:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach dem Abriss des Paulihauses wird 2022 auch das Projekt Betreutes Wohnen in Angriff genommen. <span class="copyright">Mäser</span>
Nach dem Abriss des Paulihauses wird 2022 auch das Projekt Betreutes Wohnen in Angriff genommen. Mäser

Voranschlag 2022 geprägt von großen Investitionen in Quartiersentwicklungen.

Altach Das Budget der Gemeinde Altach klettert auch in diesem Jahr wieder auf einen Rekordwert von 35,1 Millionen Euro (2021: 34,7 Millionen) und wurde von der Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen. Wesentlich geprägt wird das Budget für das Jahr 2022 von langfristigen Investitionen in die Quartiersentwicklungen im Kreuzfeld und im Friedrichsfeld. „Mit diesen Investitionen wollen wir einen Beitrag dazu leisten, unsere Gemeinde für die Menschen, die hier wohnen, noch attraktiver zu machen“, erklärt Bürgermeister Markus Giesinger zum Haushalt für das laufende Jahr.

Wohnen, Bildung und Natur

Dabei sind im Voranschlag für 2022 rund 4,7 Millionen Euro für das Kinderhaus Kreuzfeld (Gesamtkosten: 8,2 Millionen), eine Million Euro für das Projekt junges Wohnen im Kreuzfeld (Gesamtkosten: 2,7 Millionen) und 3,3 Millionen Euro für das Betreute Wohnen im Friedrichsfeld (Gesamtkosten: 5,1 Millionen) vorgesehen.

Beim neuen Kinderhaus im Kreuzfeld laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Dafür sind heuer rund 4,7 Millionen Euro budgetiert.
Beim neuen Kinderhaus im Kreuzfeld laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Dafür sind heuer rund 4,7 Millionen Euro budgetiert.

Weitere große Posten bei den Aufwendungen sind neben den Ausgaben für den Sozial- und Spitalsfonds sowie die Personalkosten die Sanierung der Volks- und Mittelschule mit rund 500.000 Euro, sowie der Start für die Realisierung des SCR-Altach-Nachwuchscampus im Stadion Schnabelholz mit etwa 1,6 Millionen Euro. Darüber hinaus erfolgt noch in diesem Jahr die Fertigstellung des zweiten Teilabschnitts bei der Emmebach-Renaturierung, wofür eine Million Euro budgetiert wurde.

In die Emmebach-Renaturierung fließen heuer rund eine Million Euro. 2,4 Millionen Euro gibt es allerdings im Rahmen von Förderungen wieder zurück.
In die Emmebach-Renaturierung fließen heuer rund eine Million Euro. 2,4 Millionen Euro gibt es allerdings im Rahmen von Förderungen wieder zurück.

Mehr Einnahmen, höhere Schulden

Einnahmenseitig rechnet die Gemeinde mit einer Stabilisierung der Ertragsanteile und strukturstärkenden Bedarfszuweisungen auf das Niveau, welches vor dem Ausbruch der Pandemie erreicht wurde, und budgetiert mit knapp acht Millionen Euro. Auch bei den Gemeindesteuern wird eine Erhöhung auf rund zwei Millionen Euro erwartet, und zudem fließen bei der Renaturierung des Emmebachs in etwa 2,4 Millionen Euro an Bundes- und Landesförderungen zurück in die Gemeindekassa. Trotzdem müssen zur Bedeckung des diesjährigen Budgets Darlehen in der Höhe von 10,7 Millionen Euro aufgenommen werden, womit der Schuldenstand der Gemeinde Altach um 9,1 Millionen Euro auf insgesamt 30,1 Millionen Euro steigt. MIMA

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