Corona: Exekutive jetzt präsenter denn je

Vorarlberg / 11.01.2022 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mehr Kontrolldruck: Das Aufgabenspektrum der Patrouillenstreifen ist erweitert worden. VN/Steurer
Mehr Kontrolldruck: Das Aufgabenspektrum der Patrouillenstreifen ist erweitert worden. VN/Steurer

Sämtliche Polizeidienststellen des Landes ab Dienstag zu täglichen Covid-Kontrollen beauftragt.

Bregenz „Das ist jetzt das Neueste“, antwortete Vorarlbergs Polizeisprecher Horst Spitzhofer am Dienstag auf die Frage der VN, wie konkret denn die verschärften Kontrollen der Exekutive angesichts der Omikron-Welle vonstatten gehen.

Mit dem „Neuesten“ meint er, dass laut aktueller Order des Innenministeriums ab Dienstag sämtliche Polizeidienststellen des Landes angewiesen sind, im Rahmen der täglichen Streifenpatrouillen die Einhaltung des Covid-Maßnahmenkatalogs zu kontrollieren. Das betrifft vor allem die Gastronomie, den Handel und touristische Hotspots.

Bisher war es so, dass pro Vorarlberger Bezirk täglich zwei Polizeistreifen am Tag und eine in der Nacht allein zu diesem Zweck vorgesehen waren, und zwar mit klaren Vorgaben. Rund 40 Beamte wurden diesbezüglich abgestellt.

Nach eigenem Ermessen

Das bleibt auch so, aber: Dieses Netz wird nun engmaschiger geschürt. So ist es bis auf Weiteres nicht mehr nur Sache der Bezirkspolizeikommanden, sondern auch jeder einzelnen Polizeiinspektion, dieser Aufgabe nachzugehen.

„Allerdings nur im Rahmen der regulären Streifenfahrten“, stellt Spitzhofer klar. Es gäbe somit kein vorgegebenes „Kontrollvolumen“, das erfüllt werden müsse. „Die Beamten handeln nach eigenem Ermessen und wie es sich in der Situation ergibt“, so der Polizeisprecher.

Mit Augenmaß

Die Polizei geht auch hier mit Augenmaß vor. Am Beginn steht der Dialog. Nur Uneinsichtigen drohen empfindliche Strafen. Wer etwa gegen die festgelegten Ausgangsbeschränkungen verstößt, riskiert eine Strafe von bis zu 1450 Euro (siehe auch Tabelle). VN-GS

Strafenkatalog

Die Polizei wird die Kontrollen des Lockdowns verschärfen. Aktuell gilt:

 

1450 Euro Verweigerung von ­2G-Kontrolle
1450 Euro Verstoß gegen die ­Ausgangssperre

1450 Euro Verstoß gegen die ­2G-Regel (als Kunde)
3600 Euro Verstoß gegen die 2G-Regel (als Betreiber)
500 Euro Verstoß gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz (als Arbeitnehmer)
3600 Euro Verstoß gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz (als Arbeitgeber)

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