Den Betroffenen ein Gesicht geben

Vorarlberg / 11.01.2022 • 16:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.<span class="copyright">Villa K.</span>
Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.Villa K.

Villa K. stellt in Kooperation mit der Offenen Jugendarbeit Montafon ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus vor.

Bludenz Im Rahmen der Präventionsarbeit zur Stärkung von Demokratiekultur führte die Offene Jugendarbeit Bludenz Villa K. in Kooperation mit der Offenen Jugendarbeit Montafon „Jam“ 2021 ein Kurzfilmprojekt mit Jugendlichen, die von Rassismus betroffen sind, durch. Federführend in der Organisation, Umsetzung und Produktion des Films war neben den Jugendarbeitern der erwähnten Einrichtungen Luisa Bahl, eine junge Mediendesignerin, welche die Projektidee hatte und so den Stein ins Rollen brachte.

Die Filmpremiere im Dezember in der Remise Bludenz war gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Projekts. Der Inhalt des Films setzt sich aus Interviews von Jugendlichen, die von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus in Vorarlberg berichten, und aus Reaktionen der Zuschauer, die die Interviews gesehen haben, zusammen. In Form von Videoinstallationen in der Remise Bludenz und im Sternensaal Schruns wurden die Interviews der Betroffenen bereits im Frühjahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei hat Luisa Bahl mit Unterstützung des professionellen Kameramanns Kurt Gehring im Anschluss die Reaktionen der Besucher gefilmt und im fertigen Kurzfilm miteinfließen lassen, welcher am 18. Dezember erstmals vorgeführt wurde.

Für mehr Zivilcourage

Neben dem Kurzfilm als Endprodukt stand die Partizipation von Jugendlichen und die Sensibilisierung zum Thema Rassismus in Vorarlberg im Zentrum des Projekts. Die Jugendarbeiter sorgten neben der theoretischen Konzeptionierung, der Sicherstellung der Finanzierung des Projekts und einer bestmöglichen Begleitung der Jugendlichen für die Rahmenbedingungen, die es erst ermöglichten, dass die Betroffenen eine Plattform bekamen und mit ihren Anliegen in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht wurden. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema aufrechtzuerhalten. Im Sinne der Nachhaltigkeit will das Projektteam den Kurzfilm demnächst auch veröffentlichen. Informationen diesbezüglich findet man auf den Homepages www.
villak.at und www.o-jam.at.

„Die Rückmeldungen zu unserem Filmprojekt sind sehr positiv. Immer wieder wurde auch von Lehrern und Systempartnern betont, wie wichtig es wäre, mit diesem Thema auch verstärkt an die Schulen zu gehen, um aufzuklären und möglichst viele junge Menschen vor Diskriminierung zu schützen und den Zusammenhalt allgemein zu stärken“, sagt Marco Wagner, Jugendarbeiter bei der Villa K.. „Wir wollen mit diesem Projekt bewirken, dass die Menschen dem Thema Rassismus mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir wollen sie sensibilisieren und wünschen uns, dass sie mit offenen Augen durch die Welt gehen und Zivilcourage zeigen, wenn sie mitbekommen, dass andere Menschen diskriminiert werden.“

Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.<span class="copyright">Villa K.</span>
Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.Villa K.
Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.<span class="copyright">Villa K.</span>
Luisa Bahl und einige Jugendarbeiter setzten ein Kurzfilmprojekt zum Thema Rassismus um.Villa K.

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