Noch immer kein Abschluss für 8000 Beschäftigte

Vorarlberg / 11.01.2022 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Dezember organisierte die Gewerkschaft die erste Kundgebung.vn/steurer
Im Dezember organisierte die Gewerkschaft die erste Kundgebung.vn/steurer

feldkirch Die Lohnverhandlungen für die rund 8000 Beschäftigten der privaten Gesundheits- und Sozialberufe brachten auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Ergebnis. Am Dienstagnachmittag wurden die Gespräche mit dem Arbeitgeberverein nach gut drei Stunden erfolglos abgebrochen. Wie Gewerkschafter Bernhard Heinzle auf VN-Anfrage erklärte, sei das Angebot noch unter dem Abschluss gelegen, der für die Gemeinde- und Landesbediensteten erzielt werden konnte. Sie erhalten, wie berichtet, drei Prozent mehr, inklusive zusätzlicher Leistungen. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) verlangt, wie berichtet, eine Lohnerhöhung um 3,8 Prozent, außerdem eine bessere Bezahlung der Arbeit an Wochenenden, eine Zulage für kurzzeitiges Einspringen sowie eine angemessene Entschädigung für Praktikanten. Für 2023 wird außerdem eine Kürzung der Arbeitszeit anvisiert.

Bernhard Heinzle war bereits mit einem unguten Gefühl in die Verhandlungen gegangen, danach zeigte er sich entsprechend aufgebracht. „Die Arbeitgeber haben verstanden, dass sie jetzt wohl mit dem Land und Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker reden müssen“, sagte Heinzle. Zu den Gesprächen waren auch rund 80 Beschäftigte als Unterstützung für die Verhandler aus den eigenen Reihen aufmarschiert. Die nächste Runde soll am 19. Jänner stattfinden, der Kollektivvertrag am 1. Februar in Kraft treten. Schon jetzt überlegt die Gewerkschaft jedoch weitere Maßnahmen. VN-MM

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