Wer, wann, weshalb in Quarantäne muss

Vorarlberg / 11.01.2022 • 19:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Omikron bringt neue Isolations-Regeln für Kontaktpersonen.

Wien, Schwarzach Die höhere Ansteckungsgefahr durch Omikron ließ die Bundesregierung im Kontaktpersonenmanagement umdenken. In den nächsten Wochen seien hohe Fallzahlen und somit hohe Belastungen für die Kontaktverfolgung zu erwarten, erläutert ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf VN-Anfrage. Um das Infektionsteam zu entlasten, werden nur noch Kontaktpersonen der Stufe 1 (K1) definiert. Wer muss also noch in Quarantäne? Ein Überblick.

Um als Kontaktperson in Betracht zu kommen, reichen 15 Minuten direkter Kontakt mit einer Covid-positiven Person oder mit ihr im selben Raum gewesen zu sein – ohne den Abstand von zwei Metern eingehalten zu haben. Dasselbe gilt für Menschen, die im selben Haushalt wohnen oder direkten physischen Kontakt hatten. Ein kurzes Händeschütteln reicht da schon. Weiters wird als Kontaktperson klassifiziert, wer wahrscheinlich Aerosolen ausgesetzt war – zum Beispiel beim Feiern und Singen oder beim Sporteln im Inneren.

Prinzipiell müssen Kontaktpersonen für zehn Tage in Quarantäne, nach fünf Tagen können sie sich mittels PCR-Test freitesten. Das dürfen auch Haushaltsmitglieder, solange Schutzmaßnahmen, zum Beispiel Abstände, in der Wohnung eingehalten wurden.

Doch es gibt Ausnahmen. Wenn beide Menschen eine FFP2-Maske getragen haben, erfolgt keine Einstufung als Kontaktperson, bei Kindern bis 14 Jahren reicht ein Mund-Nasen-Schutz. Weiters muss nicht in Isolation, wer drei „immunologische Ereignisse“ hinter sich hat. Mit diesem technischen Begriff werden in den Richtlinien für die Gesundheitsbehörden Impfungen und Genesungen umschrieben. Drei Impfungen bewahren also vor der Quarantäne, wie auch eine Covid-Genesung und zwei Impfungen. Bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren reichen zwei „immunologische Ereignisse“. Ermittelt werden die Ausnahmen von der Gesundheitsbehörde, also der Bezirkshauptmannschaft. Ein Test wird dann nicht angeordnet.

Eine Besonderheit gibt es für systemkritisches Gesundheits-, Bildungs- und Infrastruktur-Personal. Das darf auch bei K1-Einstufung und dringender Notwendigkeit zur Arbeit. Mit aktuellem negativen Test und FFP2-Maske. MAX

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