Bund genehmigt weiterhin ­Förderstunden für die Schulen

Vorarlberg / 12.01.2022 • 20:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lesen ist für Volksschulkinder ein wesentlicher Bestandteil der Förderung. So richtig Spaß macht das natürlich vor allem in der Gruppe.Symbolbild VS Bludenz-Obdorf
Lesen ist für Volksschulkinder ein wesentlicher Bestandteil der Förderung. So richtig Spaß macht das natürlich vor allem in der Gruppe.Symbolbild VS Bludenz-Obdorf

Geltende Regelung bis Ende des Sommersemesters verlängert.

Wien, Bregenz Das Förderstundenpaket für die Schulen wird bis Ende des Sommersemesters verlängert. Das hat der Ministerrat beschlossen. Außerdem soll ein Fonds für Schulveranstaltungen eingerichtet und die Schulsozialarbeit ausgebaut werden. Gefördert werden außerdem Maßnahmen für den Schulsport und kostenfreie Lernunterstützung.

Mit den zusätzlichen Förderstunden (im Schnitt zwei pro Woche an Volksschulen und 1,5 in anderen Klassen) sollen die durch die Coronapandemie entstandenen Lerndefizite abgefedert werden. Vorrangig zugute kommen sollen die Stunden dabei Standorten mit einem erhöhten Förderbedarf der Schüler bzw. Brennpunktschulen. Dafür werden rund 109 Mio. Euro aufgewendet. 4,5 Mio. Euro fließen außerdem für Ergänzungsunterricht für Maturanten bereits in den letzten beiden Unterrichtswochen der Abschlussklasse.

Auch Veranstaltungen gefördert

Extra gefördert werden über einen Fonds mehrtägige Schulveranstaltungen, wenn sie wieder erlaubt sind. Bis zum Sommersemester 2023 werden dafür pro Klasse bis zu 500 Euro bereitgestellt, um die Schulen wieder zur Abhaltung von Skikursen, Sportwochen etc. zu motivieren. Dies sei ein “ganz wichtiges Signal für die Schüler, dass sie gemeinsam wieder etwas außerhalb der Schule unternehmen können”, so Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) nach dem Ministerrat. Derzeit sind Schulveranstaltungen noch pandemiebedingt untersagt. In Vorarlberg sind davon sämtliche Schulskiwochen im Jänner und im Februar betroffen – die VN berichteten.  Außerdem soll eine Kampagne für zusätzliche sportliche Aktivitäten an Schulen sorgen. So soll etwa der Juni zum Monat des Schulsports werden. Schulen können dann ein Angebot des organisierten Sports bzw. lokaler Sportvereine buchen – pro zusätzlichem externen Anleiter wird ihnen dann ein Teil der Organisationskosten refundiert.

Ausgeweitet wird die Initiative “weiterlernen.at”, bei der mit Organisationen wie Caritas, Diakonie und Rotem Kreuz kostenlose Lernhilfe angeboten wird. Die Mittel werden auf zehn Mio. Euro verdoppelt, die Aktion läuft bis mindestens Februar 2023 weiter.

Ausbau der Sozialarbeit

Ab September soll dann das Personal in der Schulsozialarbeit verdoppelt werden. Wenn Länder hier aufstocken möchten, übernimmt der Bund dafür im Jahr 2022 die vollen Kosten – allerdings müssen sich die Länder dann bereit erklären, das Personal langfristig zu halten. Für Lehrlinge wird unter anderem das Coaching-Prgramm ausgebaut und die Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen gefördert.

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