Gartenarbeit, die verbindet

Vorarlberg / 12.01.2022 • 16:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Harald Flecker und Otmar Meyer sowie die Bürgermeister Martin Konzet und Harald Witwer hoffen, dass das Projekt Gemeinschaftsgarten auf fruchtbaren Boden fällt.SPOS
Harald Flecker und Otmar Meyer sowie die Bürgermeister Martin Konzet und Harald Witwer hoffen, dass das Projekt Gemeinschaftsgarten auf fruchtbaren Boden fällt.SPOS

In Bludesch soll heuer ein Gemeinschaftsgarten entstehen.

Bludesch Das verdichtete Bauen hat längst auch in kleineren Gemeinden Einzug gehalten. Wo früher ein Einfamilienhaus mit großem Garten stand, ist heute mancherorts eine große Wohnanlage in die Höhe geschossen. So auch in der Blumeneggregion. Um den Bewohnern von Bludesch und Thüringen den Anbau von Gemüse zu ermöglichen und dabei gleichsam die Gemeinschaft zu fördern, entwickelten die beiden Obst- und Gartenbauvereine (OGV) im Vorjahr die Idee eines Gemeinschaftsgartens. Mit ihrem Ansinnen rannten die beiden Obmänner Otmar Meyer (OGV Bludesch) und Harald Flecker (OGV Thüringen) in den beiden Gemeindeämtern offene Türen ein.

Entstehen soll der „Schwarzbachgarta“ auf einem Grundstück an der Hauptstraße in Bludesch unmittelbar neben dem bestehenden Spielplatz sowie dem jüngst angelegten Parkplatz. „Das Grundstück befindet sich im Besitz der Gemeinde Bludesch und ist – dank der umliegenden Infrastruktur – bestens für unseren Gemeinschaftsgarten geeignet“, sagt Otmar Meyer.

Auf dem 1900 Quadratmeter großen Grundstück sollen insgesamt 63 Beete zu je rund zehn Quadratmetern entstehen. „Es können maximal zwei Pachtflächen pro Nutzer und Haushalt gepachtet werden“, informiert Harald Flecker. „Zudem muss der Nutzer seinen Hauptwohnsitz in Bludesch oder Thüringen haben und zumindest für die Dauer der Pacht Mitglied des jeweiligen OGV sein“, fügt Meyer hinzu. Der bereits auf dem Grundstück befindliche Schuppen soll mit Gartengeräten ausgestattet werden. Das Wasser wird künftig direkt vom Schwarzbach in einen Pumpbrunnen hergeleitet.

Genaue Richtlinien

Neben den Pachtbedingungen wurden von den beiden Vereinen auch die Richtlinien für die Bewirtschaftung festgeschrieben. So dürften etwa Gemüse, Blumen und Kräuter für den haushaltsüblichen Gebrauch gepflanzt werden. Darüber hinaus soll es Allgemeinflächen geben, die mit Beeren und Stangenbohnen bestückt werden.

Der Gemeindegarten soll aber nicht nur der Gartenarbeit dienen. Dank des großzügigen Sitzplatzes soll sich der Gemeinschaftsgarten auch zu einem Ort entwickeln, an dem das Gemeindeleben gefördert wird, so das ehrgeizige Ziel der OGV-Obmänner. „Seit rund zwei Jahren hat sich die Zusammenarbeit unserer Vereine positiv entwickelt. Dies wollen wir mit dem Gemeinschaftsgarten fortsetzen“, sagt Meyer und nennt gemeinsame Kurse vor Ort oder Schul- bzw. Kindergartenprojekte als mögliche nächste Schritte.

Start im März

Zunächst gilt es nun aber erst einmal, das Projekt Gemeinschaftsgarten ins Laufen zu bringen. Wer Interesse an einem der Pachtstreifen hat, kann sich mit den beiden Obmännern in Verbindung setzen. Losgehen soll das Projekt mit der kommenden Gartensaison Anfang März. Die Vorarbeiten werden großteils vom Bauhof Bludesch bzw. dem DLZ übernommen. SPOS

Kontakt: Otmar Meyer (OGV Bludesch): 0664 2556751 bzw. otmar.meyer@aon.at oder Harald Flecker (OGV Thüringen): 0664 1983705 bzw. harald.flecker@aon.at

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