Schweiz bereitet sich auf „Sturm“ vor

Vorarlberg / 12.01.2022 • 19:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Graubünden: Meldepflicht für Pflegekräfte, um für Engpässe gerüstet zu sein.

SCHWARZACH Die Signale aus der Schweiz sind extrem unterschiedlich: Gesundheitsminister Alain Berset sprach gestern von einem Ende der Pandemie: „Vielleicht sind wir im Übergang zu einer Endemie.“ Sozusagen zu einer gewissen Normalität also. Zuvor aber laufen Vorbereitungen auf Schlimmeres: „Der Bund warnte die Kantone am Montag vor einem Corona-Sturm“, so Philipp Lutz vom Kantonsspital St. Gallen zu den VN.

Nach Einschätzung von Experten könnten im Laufe der Omikron-Welle ein Drittel bis zur Hälfte der Bevölkerung infiziert werden. In den Spitälern hat sich der rasante Anstieg der Fallzahlen noch nicht bemerkbar gemacht. Mit einer Zunahme wird laut Lutz jedoch gerechnet. Wobei die Kapazitäten begrenzt sind. Am Kantonsspital gebe es derzeit ungewöhnlich viele krankheitsbedingte Ausfälle beim Personal: „Wir müssen davon ausgehen, dass es noch mehr geben wird.“ In Graubünden sorgt die Regierung vor: Alle, die eine Pflegeausbildung haben, derzeit aber nicht im erlernten Beruf tätig sind, wurden verpflichtet, sich zu melden. Es werde unvermeidlich, Engpässe mit ihrer Hilfe zu bewältigen.

Die Inzidenz bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist in Graubünden gestern erstmals seit Weihnachten gesunken. In der Zwischenzeit hatte sie sich aber auf über 3500 verfünffacht. Außerdem hat man aufgehört, flächendeckend zu testen. JOH

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