“Stillstand hinter uns lassen”

Vorarlberg / 12.01.2022 • 20:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zukunft Konstruktiv in die Zukunft blicken will Gerhard Lucian.

Zukunft Konstruktiv in die Zukunft blicken will Gerhard Lucian.

Zwei Lecher Hoteliers steigen bei Bürgermeister-Direktwahl am 6. Februar in den Ring.

Lech Was über Wochen hinweg unsicher war, ist seit Mittwoch, 17 Uhr, fix: In Lech steht am 6. Februar eine Bürgermeister-Direktwahl am Programm. Dabei sind 1322 Lecher zur Wahl berechtigt. Vizebürgermeisterin Cornelia Rieser, die seit dem abrupten Abgang von Stefan Jochum im Vorjahr interimistisch die Geschäfte als Bürgermeisterin führt, bestätigte auf Anfrage der VN, dass sich die Oberlecher Hoteliers Gerhard Lucian von der Liste Lech und Stefan Muxel von der Liste Unser Dorf offiziell als Kandidaten bei ihr als Wahlleiterin für die Direktwahl angemeldet haben. Brigitte Finner von der Liste Zukunft wagen verzichtete offenbar auf eine Kandidatur. Damit wollen zwei Oberlecher Lech regieren und buhlen in den nächsten Wochen um die Gunst der Wählerschaft. Am Mittwochnachmittag waren Gerhard Lucian und sein Herausforderer Stefan Muxel Gast bei Vorarlberg LIVE und standen VN-Chefredakteur Gerold Riedmann als Moderator Rede und Antwort. 

„Volk soll darüber bestimmen“

Der letzte Gemeindewahlkampf zwischen den jetzigen Altbürgermeistern Ludwig Muxel und Stefan Jochum verlief über weite Strecken emotional, welchen Wahlkampf nimmt sich Lucian vor? „Wir haben schon im Vorfeld ausgemacht, dass wir keinen Wahlkampf führen. Es geht darum, miteinander und nicht gegeneinander konstruktiv in die Zukunft zu blicken, Beschlüsse zu fassen und den Stillstand hinter uns zu lassen.“ Warum hat sich Muxel entschlossen, Bürgermeister von Lech zu werden? „Ausschlaggebend war für mich und meine Liste der Wunsch, dass der Bürgermeister vom Volk gewählt wird. Mein Zugang ist, die Wähler zu überzeugen und zu begeistern, sodaß sie ohne irgendwelche Absprachen abstimmen können.“ Und warum strebt Lucian als Hotelier und Unternehmer das Amt des Bürgermeiters an? „Ich habe einen tüchtigen Sohn und dessen Lebensgefährtin, mein Sohn hat seit sieben Jahren die Finanzen im Griff. Dadurch habe ich Zeit, mich dem wichtigen Amt des Bürgermeisters zu widmen.“ Darüber hinaus hätten sich sowohl die Mitglieder seiner Liste und auch jene von Zusammen uf Weg zur Zusammenarbeit bereit erklärt. Die beiden Listen bilden in Summe übrigens eine Zweidrittelmehrheit in der Gemeindestube.

„Muxel exzellenter Traktorfahrer“

Was soll sich in Lech ändern, sollte Muxel zum Bürgermeister gewählt werden? „Den Stefan Muxel kennt man, der ist schon seit 30 Jahren in der Gemeindepolitik. Ich habe immer eine klare Meinung gehabt, das Dorf Lech liegt mir am Herzen und hat mir sehr viel gegeben. Ich möchte dem Dorf etwas geben. Wir müssen wieder auf den Tourismus schauen und dem Investorenmodell den Garaus machen. Und wir müssen aus dem Gemeindezentrum ein Zentrum machen, in das alle Lecher gerne hineingehen.“ Welche Eigenschaften und Charakterzüge schätzt Lucian an seinem Herausforderer Muxel? „Er kann mit seiner Landwirtschaft gut umgehen, er ist ein exzellenter Traktorfahrer und wir arbeiten im Bauausschuss sehr gut zusammen. Man kann mit Muxel.“ Wieso wäre Lucian für Lech ein guter Bürgermeister? Muxel: „Lucian ist ein großer Unternehmer. Ich habe immer gut zusammengearbeitet und er ist ein gerader Michel.“ VN-TW

Volkswahl Stefan Muxel plädiert seit jeher für Volkswahl.

Volkswahl Stefan Muxel plädiert seit jeher für Volkswahl.

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