Ein Hirsch im „IrrGarten“

Vorarlberg / 13.01.2022 • 17:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der „Hirsch“ des Künstlers ­Thomas Anton Rauch.
Der „Hirsch“ des Künstlers ­Thomas Anton Rauch.

In der Kellergalerie kukuphi wurde einmal mehr eine sehenswerte Ausstellung eröffnet.

Bludenz Einen gelungenen Start ins Bludenzer Kulturjahr 2022 gab es am Dreikönigstag in der Kellergalerie kukuphi am Apothekenplatz. Vorhang auf hieß es dort für die spannende Ausstellung „IrrGarten“ der Bludenzerin Sigi Fritsche. „Sie ist nicht nur eine leidenschaftliche Galeristin, sondern insbesondere eine Künstlerin, die durch einen abstrakten Stil beeindruckt“, sagte der Landtagsabgeordnete Christoph Thoma am Rande der Veranstaltung. „Ihr Kunstschaffen bildet die Grundlage für ihre Ausstellungstätigkeit. Schön, einen Teil ihrer Werke in der faszinierenden Raumatmosphäre ihrer Kellergalerie erleben zu dürfen“, führte der Kultursprecher weiter aus.

Statt Partyraum ein Atelier

Im Laufe des Vernissageabends erinnerte sich Fritsche an den Beginn ihres künstlerischen Schaffens. Sobald die Kinder aus dem Haus waren, habe sie sich deren Partyraum angeeignet und diesen entsprechend umfunktioniert. „Einmal im Monat gehe ich in den Raum hinüber, wenn ich Zeit habe“, dachte sie sich damals. Doch die Kunst zog sie vollends in ihren Bann, und sie frönte ihrer Passion deutlich öfter als ursprünglich vorgesehen. „Die Acryltechnik habe ich anfangs nicht gekannt, nur Öl-, Wasserfarben und Tempera“, erzählte die sechsfache Mutter. Acryl lernte sie aber als einfach einsetzbares Material kennen und folglich auch schätzen.

Je nach Lust, Laune und Tagesverfassung schafft die Künstlerin einmal etwas Abstraktes, ein andermal vielleicht ein Gesicht oder etwas Geometrisches. Das sei ein Irrgarten. Ihre Werke einfach an die Wand zu hängen, wäre ihr viel zu langweilig. In der Kellergalerie können Interessierte laut Fritsche „herumirren, die Arbeiten angreifen, umdrehen und betrachten“. Das einzige Werk in der Exposition, das nicht von Sigi Fritsche hergestellt wurde, stammt vom Künstler Thomas Anton Rauch, der im kukuphi übrigens im Vorjahr ausgestellt hatte. „Es zeigt einen Hirsch, der verwirrt wirkt und somit in den Irrgarten passt“, ließ Fritsche keinen Zweifel offen.

Alle Exponate, die derzeit in der Kellergalerie präsentiert werden, können erworben werden. Die Ausstellung „IrrGarten“ wird von Sebastian Fritsche kuratiert. Stephan O. Slupetzky sprach bei der Vernissage einführende Worte, womit er seinen Schwiegereltern Sigi und Maximilian Fritsche große Freude bereitete.

Das Ehepaar konnte am Feiertag mehrere Persönlichkeiten zur Ausstellungseröffnung begrüßen, unter ihnen Markus und Karoline Schaffenrath, Kurt Bonner, Tom Josepf, Moritz Fischer und Eva Bartoll. Caroline Slupetzky, Isabella Fritsche (mit Christian Schneider) und Michaela Cifci, Töchter von Sigi und Maximilian Fritsche, trugen zum Gelingen des Kunstabends in der angenehmen und farbenfrohen Räumlichkeit bei. SCO

Schwiegerpapa Maximilian Fritsche und Stephan O. Slupetzky.
Schwiegerpapa Maximilian Fritsche und Stephan O. Slupetzky.
Ebenfalls auf der Vernissage: Eva Bartoll und Moritz Fischer.
Ebenfalls auf der Vernissage: Eva Bartoll und Moritz Fischer.
Markus „Mäx“ Khüny und Michael Rückner sind beeindruckt von der Künstlerin.
Markus „Mäx“ Khüny und Michael Rückner sind beeindruckt von der Künstlerin.
Kurt Bonner und Markus Schaffenrath <br/>philosophieren über die abstrakten Werke.
Kurt Bonner und Markus Schaffenrath
philosophieren über die abstrakten Werke.
Christoph Thoma (l.) und Cenk Dogan sind beeindruckt von den Werken der Bludenzer Künstlerin Sigi Fritsche.<span class="copyright">sco</span>
Christoph Thoma (l.) und Cenk Dogan sind beeindruckt von den Werken der Bludenzer Künstlerin Sigi Fritsche.sco

Die Öffnungszeiten im kukuphi, der, Kellergalerie in Bludenz, sind freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr.

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