“Die Wahnsinnigen” vom Weißen Ring und der Plausch

Vorarlberg / 15.01.2022 • 14:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
"Die Wahnsinnigen" vom Weißen Ring und der Plausch
Absoluter Klassiker beim Weißen Ring: der Start. Wer die schnellsten Schlittschuhschritte zusammenbringt, hat die Poleposition. VN/Steurer

Zum “Maskenball im Schnee” brachten sich die 850 Teilnehmer am Start in beste Stimmung.

Lech Als um 9:17 Uhr die Sonne in den Startbereich schien und die Szenerie in ein Winterwunder verwandelte, hatte sich Platzsprecher Mike Medelko schon längst in Fahrt geredet. Viele Knie hatten da schon zu den heißen Rhythmen gewippt, mehrere Dutzend Teilnehmer sich mit flinken Schlittschuhschritten in das große Abenteuer bewegt. “Ihr Wahnsinnigen, seid alle willkommen”, heizte Medelko anständig ein. Es war für ihn überhaupt viel einfach nur “wahnsinnig”. Doch die wahnsinnig tolle Stimmung fegte tatsächlich bei einigen Startern die Nervosität weg.

So auch bei VN-Team-Starterin Andrea Nachbaur. “Ein bisschen aufgeregt bin ich schon”, gestattete sie kurz vor dem Start einen Einblick in ihr Innenleben. Doch kaum wurde sie gemeinsam mit den 19 anderen Teilnehmern ihrer Gruppe zum Start gerufen, war die Aufregung gewichen und der Spaß da.

Andrea Nachbaur vor dem Start. Die Aufregung ist schon fast verflogen, die Freude da. Es wurde für die Altacherin ein unveressliches Erlebnis. <span class="copyright">VN/Hämmerle</span>
Andrea Nachbaur vor dem Start. Die Aufregung ist schon fast verflogen, die Freude da. Es wurde für die Altacherin ein unveressliches Erlebnis. VN/Hämmerle

Tolle Disziplin

Im Startbereich verfolgte Hermann Fercher, Tourismuschef und Organisationsleiter aufmerksam das Großereignis. “Ich weiß natürlich, dass man fragen kann, warum so etwas unter den gegebenen Umständen macht. Aber ich meine: Wir dürfen uns nicht ins Hemd machen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng, werden genau kontrolliert. Wir dürfen uns nicht jeden Spaß nehmen lassen. Und wir machen das sehr verantwortungsvoll. Richtig wohl werde ich mich fühlen, wenn die Veranstaltung unfallfrei zu “

Das Panorama am Rüfikopf war am Samstag unbeschreiblich. Es hätte keine bessere Bedingungen geben können. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Das Panorama am Rüfikopf war am Samstag unbeschreiblich. Es hätte keine bessere Bedingungen geben können. VN/Steurer

Die Disziplin der Teilnehmer vor dem Eintritt in die Gondel auf den Rüfikopf bis zum Start war beeindruckend. Keiner nahm seine Maske ab. Selbst im Startgelände taten das manche Skifahrer nur um kurz die Nase zu putzen. Ein Security kam nicht umhin, die Starter zu loben. “Es gibt nichts zu beanstanden. Alle befolgen die Regeln.”

Perfekte Bedingungen

Und alle hatten eine Riesengaudi. Als Andrea Nachbaur nach anstrengenden 1:07:08 Stunden im Ziel abschwang, konnten sie und ihr Gatte Udo ihr Strahlen selbst durch die Maske nicht verstecken. Die Begeisterung teilten auch die restlichen Mitglieder des VN-Teams. Auch Dagmar und Roman Fröhlich. “Es war einfach nur perfekt”, freute sich Dagmar. “Organisation, Piste, Wetter. Grandios war das hier”, sekundierte Gatte Roman.

Dass der gesellige Teil des Weißen Ringes heuer ausfallen mussen, trugen die Teilnehmer mit Fassung. “Der Sport bei diesen Bedingungen war es wert, hier teilgenommen zu haben”, waren sich nicht nur die Mitglieder des VN-Teams einig.

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