Faschismus-Sager nicht vom Tisch

Vorarlberg / 16.01.2022 • 22:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Heute beraten die grünen Stadtparteioberen in Dornbirn.

Dornbirn, Bregenz Wie in den VN berichtet, hat sich Martin Hämmerle Ärger mit den Grünen eingehandelt. Hämmerle, der für die Partei im Dornbirner Stadtrat sitzt, hatte die Coronamaßnahmen ungewohnt scharf kritisiert und sie mit Faschismus und Afghanistan-Krieg in Verbindung gebracht. In der Folge geriet Hämmerle in Bedrängnis, erhielt aber auch Rückendeckung. Für die Grünen in Land und Stadt ist das Ganze noch längst nicht vom Tisch.

Bedenkzeit bis heute eingeräumt

Nach einem Treffen zwischen Hämmerle sowie Stadtratskollegin Juliane Alton sowie den Landesspitzen der Grünen, Daniel Zadra und Eva Hammerer, am Freitag wurde Hämmerle eine „Bedenkzeit“ bis heute, Montag, eingeräumt. Dies erklärte Zadra am Sonntag auf Anfrage der VN. „Wir haben ein wertschätzendes Gespräch geführt und ihm Bedenkzeit bis Montag gegeben. Ich glaube, Hämmerle hat unterschätzt was er mit seinem Sager ausgelöst hat“, sagte Zadra und verwies darauf, dass Hämmerle kein Parteimitglied ist. Einfach zur Tagesordnung übergehen werde man nach dem Faschismusvergleich jedenfalls nicht, die Grünen würden sich eine „klare Reaktion“ erwarten.

Kritik an den Coronamaßnahmen ist aus der Sicht von Klubobmann Zadra legitim, mit dem Vergleich mit dem Faschismus sei allerdings von Hämmerle eine rote Linie überschritten worden. Heute, Montagabend, sei die Stadtpartei der Grünen in Dornbirn am Zug und treffe sich zu einer Sitzung. VN-TW

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