Traditionsbetrieb in Schröcken nun fit für die Zukunft

Vorarlberg / 17.01.2022 • 16:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Trotz coronabedingten Einschränkungen konnte das erweiterte und modernisierte „Lisas“ in Schröcken vielversprechend in die Saison und eine neue Ära starten. <span class="copyright">STP/3</span>
Trotz coronabedingten Einschränkungen konnte das erweiterte und modernisierte „Lisas“ in Schröcken vielversprechend in die Saison und eine neue Ära starten. STP/3

Bereicherung für Schröckener Tourismus: Haus Elisabeth als „Lisas“ wiedereröffnet.

Schröcken Es war ein kleiner Wermutstropfen, dass die Wiedereröffnung des erweiterten und mit zusätzlicher Infrastruktur ergänzten Hauses ohne entsprechende Festlichkeiten gefeiert werden musste, aber die Familie Staggl gab sich im Gespräch mit der VN-Heimat zuversichtlich, dies bald nachholen zu können.

Probleme mit Holland

Der Start in die schwierige Saison war vielversprechend, wenngleich es einige Ausfälle durch Stornierungen von Gästen aus Holland gab. Die Heimkehr aus dem Urlaub nach Holland ist nach derzeitigem Stand mit Unsicherheiten verbunden, denen sich viele nicht aussetzen wollen. „Es sind Coronabestimmungen für die holländischen Familien, die zu Stornos geführt haben. Zum Teil konnten wir diese Ausfälle aber mit Buchungen von Urlaubern aus anderen Herkunftsländern ausgleichen“, zieht Tochter Dorothea nach dem Start im neuen Haus trotz dieser Schwierigkeiten eine insgesamt positive Bilanz.

Ein Lebenswerk weiterführen

Sie hat den Familienbetrieb übernommen und das Lebenswerk ihrer Eltern Josef und Elisabeth Staggl, die vor 30 Jahren die Pension Elisabeth errichteten, zukunftsfit gemacht, behutsam modernisiert und erweitert und zu einem echten Kleinod der Schröckener Tourismuslandschaft gemacht.

Mitten im Ortszentrum, nur einen Steinwurf von Pfarrkirche und Gemeindeamt entfernt, wird damit die Palette des touristischen Angebots weiterentwickelt. In einer Zeit, in der das Megaprojekt „The Heimat“ für Kritik und Diskussionen sorgt, ist es auch ein Signal dafür, dass in Schröcken Tradition und kleinstrukturiertes Angebot einen hohen Stellenwert hat.

Mit der Zeit gehen

Bewährtes Bewahren, Neues wagen ist das Motto von Dorothea Staggl.Das schließt auch den Namen ein, denn künftig wird das 30-Betten-Haus „Lisas“ heißen – die moderne Form des bisherigen „Appartements Elisabeth“. „Es war mir ein Anliegen“, so die neue Chefin, „mit dem Namen an die Aufbauarbeit meiner Eltern zu erinnern.“

Mit viel Herzblut

Die Vermietung hätten ihre Eltern von Anfang an mit viel Engagement und Hingabe betrieben und sich einen sehr guten Ruf in der Privatzimmervermietung erarbeitet. Belohnt wurde dieses Engagement durch die 4-Edelweiß-Klassifikation des Privatzimmerverbandes sowie hervorragende Bewertungen. Das Herzblut, das Josef und Elisabeth Staggl in ihr Lebenswerk investierten, hat auch auf Tochter Dorothea abgefärbt und so hat sie sich vor ein paar Jahren entschieden, dieses Lebenswerk fortzuführen.

Lückenschluss im Angebot

Auch deshalb, weil sie davon überzeugt ist, dass mit dem gewerblich geführten Beherbergungsbetrieb mit künftig 30 Betten eine Lücke im Angebot geschlossen werden kann. In jüngster Vergangenheit wurden meist andere Modelle forciert, bei der klassischen Privatzimmervermietung habe sich in den vergangenen Jahren wenig getan, resümiert Dorothea Staggl. Es sei ihr deshalb ein Anliegen, diesbezüglich aktiv zu sein. STP

Aus „Appartements Elisabeth“, dem Lebenswerk ihrer Eltern ...
Aus „Appartements Elisabeth“, dem Lebenswerk ihrer Eltern ...
... hat Dorothea Staggl das modernisierte „Lisas“ gemacht.
... hat Dorothea Staggl das modernisierte „Lisas“ gemacht.

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