„Damit ist die Causa ­Hämmerle ad acta gelegt“

Vorarlberg / 18.01.2022 • 19:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die nächste Stadtvertretungssitzung findet im März statt, sagt Alton.Mathis 
Die nächste Stadtvertretungssitzung findet im März statt, sagt Alton.Mathis 

Grünen-Chef verspricht sich viel von Wölfling und bittet Van der Bellen wieder zu kandidieren.

Schwarzach Für Daniel Zadra ist die Sache erledigt: Der Parteichef der Grünen nimmt den Rücktritt des Dornbirner Stadtrats Martin Hämmerle zur Kenntnis. „Dass er als Stadtvertreter weiterhin aktiv sein wird, ist eine Entscheidung der Fraktion in Dornbirn“, sagt Zadra bei Vorarlberg Live. Unterschiedliche Meinungen seien ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Dass Hämmerle bei der 2G-Regel und Impfpflicht aber einen Vergleich mit dem Faschismus und anderen totalitären Regimen gezogen habe, ging der grünen Spitze der Partei aber zu weit. Der bisherige Schul- und Jugendstadtrat habe damit eine rote Linie überschritten. „Ich glaube, ihm war nicht bewusst, welche Kreise das ziehen wird.“ Die Aussagen des Dornbirner Politikers im VN-Interview schlugen bundesweit auf. Mit dem Klimaaktivisten Aaron Wölfling versuchen die Grünen nun einen Neustart. Sie haben ihn zum neuen Stadtrat in Dornbirn nominiert. In der ersten Stadtvertretungssitzung am 17. März wird er dann offiziell ins Amt gewählt, bestätigt die grüne Fraktionsführerin Juliane Alton. Dafür brauche es nur die Zustimmung der Fraktion. Bis es soweit ist, werde Hämmerle das Amt weiterführen, sagt sie den VN. 

Von Wölfling zu Van der Bellen

Mit Wölfling als Nachfolger habe die Dornbirner Stadtpartei die Weichen für die Zukunft gestellt, ist Zadra überzeugt und spannt einen Bogen zur bevorstehenden Bundespräsidentenwahl. Auch diese werde richtungsentscheidend sein. „Man sieht, wie wichtig es ist, dass jemand in diesem Amt ist, der besonnen und erfahren agiert.“ Bundespräsident Alexander Van der Bellen habe die Republik durch die ganzen Irrnisse von der Ibiza-Affäre bis zu den zahlreichen Kanzlerwechseln der vergangenen Wochen geführt. „Und das alles noch während einer Pandemie.“ Anlässlich seines 78. Geburtstags am Dienstag appelliert Zadra an ihn, noch einmal zu kandidieren. „Es ist Zeit, dass wir ihn bitten, dieses Amt anzustreben. Wir brauchen ihn weiterhin.“ VN-ebi

Zadra nimmt den Rückzug den Stadtrats zur Kenntnis. Mit Wölfling würden die Weichen für die Zukunft gestellt. Auch in der Hofburg sei es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Zadra nimmt den Rückzug den Stadtrats zur Kenntnis. Mit Wölfling würden die Weichen für die Zukunft gestellt. Auch in der Hofburg sei es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

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