Baumpilz wütet im Sulner Auwald

Vorarlberg / 20.01.2022 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aus Sicherheitsgründen müssen zahlreiche vom Eschentriebsterben betroffene Bäume gefällt werden. Teilabschnitte des Dammwegs werden dafür gesperrt. Mäser
Aus Sicherheitsgründen müssen zahlreiche vom Eschentriebsterben betroffene Bäume gefällt werden. Teilabschnitte des Dammwegs werden dafür gesperrt. Mäser

Eschentriebsterben nimmt immer größere Ausmaße an.

Sulz Bereits in den vergangenen Jahren mussten im Sulner Auwald etliche Eschen, welche vom Eschentriebsterben betroffen waren, gefällt werden. Auch in diesem Jahr müssen wieder zahlreiche Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Dabei ist die Esche nicht nur in Vorarlberg, sondern auch europaweit vom Aussterben bedroht. Die Ursache dafür ist ein Pilz, welcher in den 1990er-Jahren durch importiertes Holz eingeschleppt wurde und sich seither in ganz Europa verbreitet.

So greift die Infektionskrankheit seit Jahren auch im Auwald von Sulz um sich und Birken sterben reihenweise ab. In weiterer Folge besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Waldbesucher durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume. Gerade im Bereich der Waldspielgruppe sind in letzter Zeit vermehrt größere Eschen ohne äußere Einwirkung umgestürzt. Ein Lokalaugenschein mit der Forstabteilung der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch sowie dem zuständigen Waldaufseher ergab dringenden Handlungsbedarf. „Aus diesem Grund ist es notwendig, dass in der kommenden Woche im Bereich der Waldparzellen unter dem Schwimmbad zahlreiche Eschen mit den Symptomen eines Pilzbefalls aus Sicherheitsgründen entfernt werden“, erklärt Bürgermeister Karl Wutschitz.

Neue Waldgeneration im Auwald

In weiterer Folge soll im Frühjahr mit einer standortgerechten Baum­artenauswahl aus dem Landesforstgarten wieder aufgeforstet werden. Im Anschluss an diese Arbeiten wird der Fichtenjungwald der Gemeinde Sulz unter dem Schwimmbadareal stark durchforstet und ein Teil der standortsfremden Fichten wird entnommen. Mit der bereits vorhandenen Ahornverjüngung soll so die zukünftige neue Waldgeneration in Form eines Laubmischwaldes entstehen. „Damit diese Arbeiten gefahrlos durchgeführt werden können, werden jene Teilabschnitte des Dammweges, auf denen gearbeitet wird, vorübergehend für Passanten gesperrt“, bittet Wutschitz um Verständnis für die dringlich notwendigen Arbeiten. MIMA

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