Wie das Land auf den Datenstau beim Freitesten reagiert

Vorarlberg / 21.01.2022 • 12:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie das Land auf den Datenstau beim Freitesten reagiert
Immer mehr Menschen werden positiv auf das Coronavirus getestet. Das beschert dem Infektionsteam deutlich mehr Arbeit. VN/Paulitsch

Maßnahmen sollen Abläufe beschleunigen.

Bregenz Ein Datenrückstau sorgt derzeit dafür, dass zahlreiche infizierte Personen keinen Termin für einen behördlich angeordneten PCR-Test bekommen. Die VN berichteten ausführlich.

In einer Stellungnahme bestätigt die Landespressestelle, rund zwei Tage im Rückstand mit dem Aufruf von Erkrankten zu sein. Laut VN-Informationen betrifft es aktuell rund 900 Personen. Geschuldet sei dies den stark steigenden Fallzahlen. Sie würden auch das Arbeitspensum des Infektionsteams erhöhen. Nun hat das Land reagiert. „Wir haben wieder Mitarbeitende aus dem gesamten Landesdienst eingebunden und stellen weitere Schritte auf digitale Anwendungen um“, heißt es.

Terminvergabe wird verstärkt

So wird etwa bereits am Wochenende die telefonische Abfrage von Erkrankten, in der es unter anderem um die Erhebung von Symptombeginn und Ansteckungsquellen geht, durch ein digitales Formular ersetzt. Das soll die Abläufe wieder deutlich beschleunigen. Demnach werden dann nur noch jene Personen angerufen, die dieses Formular nicht innerhalb von 24 Stunden vollständig ausgefüllt haben oder deren Angaben nicht plausibel sind.

Die durch die Digitalisierung freiwerdenden Ressourcen fließen in die Terminvereinbarung für das Freitesten. Dies wird laut Erlass je nach Terminverfügbarkeit ab dem fünften Tag ermöglicht. Es könne daher durchaus auch erst an den Folgetagen diese Möglichkeit angeboten werden. Aufgrund der weiter stark steigenden Zahlen wird ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass es auch in den kommenden Tagen zu Verzögerungen kommen kann. Sich auf eigene Faust testen zu lassen, bringt nichts. Für das Freitesten wird nur ein behördlich zugewiesener Test akzeptiert.

Digitale Formulare nutzen

Das Land appelliert an alle jene, die positiv getestet sind und noch nicht angerufen wurden, sich nicht an die Gesundheitshotline 1450 wenden: „Auch hier gelangen wir an Kapazitätsgrenzen, und es kann auch dadurch auch der Ablauf nicht beschleunigt werden.“ Es wird gebeten, stattdessen die digitalen Angebote zu nutzen. Das gilt für die digitale Einmeldung von positiven Antigentests, das Ausfüllen von digitalen Formularen für Erkrankte sowie für die Kontaktpersonenerhebung.