Investitionen belasten Röthner Finanzen

Vorarlberg / 24.01.2022 • 16:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine halbe Million ist für das Projekt Sportheim reserviert. Derzeit ist noch offen, ob ein Neubau errichtet oder das Gebäude einer Generalsanierung unterzogen wird.
Eine halbe Million ist für das Projekt Sportheim reserviert. Derzeit ist noch offen, ob ein Neubau errichtet oder das Gebäude einer Generalsanierung unterzogen wird.

Im Voranschlag der Gemeinde Röthis für das laufende Jahr sind erneut hohe Investitionen in die Infrastruktur vorgesehen.

Röthis Die rege Bautätigkeit in der Gemeinde Röthis in den vergangenen Jahren brachte für die Vorderlandgemeinde neben einem Bevölkerungszuwachs auch neue Herausforderungen mit sich. Diese machen sich auch jährlich im Haushalt bemerkbar. Seit einigen Jahren wird daher in die bestehende In­frastruktur investiert. Der Röthner Voranschlag für 2022 wurde von der Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich mit 15:3 Stimmen verabschiedet.

Werkeln an Wasser und Kanal

In diesem Jahr sind rund 1,6 Millionen Euro für Erneuerungen der Wasserleitungen sowie 300.000 Euro für Kanalsanierungen vorgesehen. Weiters sollen 300.000 Euro in Straßenprojekte fließen und 375.000 Euro wurden für neue Urnennischen und die Barrierefreiheit des Friedhofes eingerechnet. Auch das Projekt Sportheim SC Röthis, bei welchem noch unklar ist, ob es zu einem Neubau oder einer Generalsanierung kommt, wurde mit 500.000 Euro im laufenden Haushalt berücksichtigt. Weitere zwei Millionen Euro sind in der Vorschau für 2023 ausgewiesen.

Insgesamt 1,9 Millionen Euro fließen heuer in die Sanierung und Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen. <span class="copyright">Mäser</span>
Insgesamt 1,9 Millionen Euro fließen heuer in die Sanierung und Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen. Mäser

Transferleistungen

Ein wesentlicher Posten auf der Ausgabenseite sind im Röthner Voranschlag für 2022 auch wiederum die vom Land vorgegebenen Zahlungen. Die Zahlungen für den Sozialfonds schlagen dabei mit 681.700 Euro zu Buche, jene für den Spitalfonds mit 565.000 Euro und die Landesumlage mit 385.000 Euro. Dazu fließen in diesem Jahr für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf rund 148.000 Euro in die Kleinkindbetreuung. 208.000 Euro werden für den öffentlichen Verkehr an den Verkehrsbund Oberes Rheintal überwiesen.

Schuldenstand steigt

Die hohen Investitionen schlagen sich auch im Finanzierungshaushalt mit Gesamtausgaben in der Höhe von rund 8,6 Millionen Euro nieder. Zur Finanzierung ist dabei ein Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Euro nötig, weiters stehen noch liquide Geldmittel zur Verfügung. Damit wird auch die Gesamtverschuldung der Gemeinde Röthis in diesem Jahr von aktuell rund 1,9 Millionen Euro auf knapp 3,2 Millionen Euro ansteigen, was am Ende des Jahres einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1470 Euro entspricht. MIMA

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