Kinderimpfung: „extrem emotionales Thema“

Vorarlberg / 24.01.2022 • 21:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Corona-Impfung: Bernhard Schlosser nimmt an, dass es wenige Ausnahmen geben wird. VN
Corona-Impfung: Bernhard Schlosser nimmt an, dass es wenige Ausnahmen geben wird. VN

Ärzte können bei Impfungen Unsicherheiten ausräumen.

schwarzach „Bei der Impfbefreiung steht noch vonseiten des Ministeriums eine Präzisierung aus, welche Krankheiten ausgenommen sind oder nicht“, erklärte der Allgemeinmediziner Bernhard Schlosser. Daher bringe es auch nichts, jetzt schon Befreiungen auszustellen. Schlosser schätzte aber, dass die Liste der Krankheiten wohl eher kurz sein werde.

Das Notkrankenhaus in der Dornbirner Messehalle hat sich in eine Infusionsambulanz gewandelt. Dort werden Covid-Erkrankte, vor allem Risikopatienten, mit Antikörpern behandelt. „Mit dieser Antikörpertherapie können Patienten bis zu 80 Prozent vor schweren Verläufen geschützt werden“, erklärte Schlosser bei Vorarlberg LIVE. Er wusste, dass bis vor zehn Tagen sieben Patienten eine solche Therapie bekommen hatten.

Aus seiner Sicht ist das Thema Kinderimpfung ein extrem emotionales. Dies dürfte damit zu tun haben, dass alle darüber reden und Menschen verunsichert werden. Der Allgemeinmediziner, der seine Praxis in Dornbirn hat, hatte einen Tipp parat: „Ärzte können Unsicherheiten ausräumen.“

Auf die Frage, ob es wahr sei, dass Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen absichtlich verschiegen werden, konterte der Mediziner mit Zahlen. Bei 100.000 Corona-Impfungen gibt es einen Fall von Herzmuskelentzündung. „Bei einer Covid-Erkrankung ist das Risiko, daran zu erkranken, zehnmal höher.“

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