Weniger Sterbefälle bei Geimpften

Vorarlberg / 25.01.2022 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Von September bis Dezember 2021 gab es bei Menschen, die gegen Corona geimpft sind, weniger Sterbefälle als bei Ungeimpften. KHBG
Von September bis Dezember 2021 gab es bei Menschen, die gegen Corona geimpft sind, weniger Sterbefälle als bei Ungeimpften. KHBG

Am größten sind die Unterschiede nach Impfstatus bei Frauen und Männern ab 80.

SCHWARZACH Von September bis Dezember 2021 gab es bei Menschen, die gegen Corona geimpft sind, weniger Sterbefälle als bei Ungeimpften. Das zeigt eine Statistik-Austria-Untersuchung für ganz Österreich. Anders ausgedrückt: „Ungeimpfte haben ein signifikant höheres Sterberisiko als jene, die zumindest eine Impfdosis gegen Covid19 erhalten haben“, so Generaldirektor Tobias Thomas.

Am größten seien die Unterschiede bei Älteren: In den vier Monaten starben 2884 von 100.000 zumindest einmal Geimpften ab 80. Bei Ungeimpften dieser Altersgruppe handelte es sich um 6676, also mehr als doppelt so viele.

Spürbare Auswirkungen

Wären die Sterbewahrscheinlichkeiten des Untersuchungszeitraums unverändert geblieben und würden sie auch in Zukunft auf diesem Niveau bleiben, hätte das spürbare Auswirkungen auf die durchschnittliche Lebenserwartung, wie Mitarbeiter von Thomas ermittelt haben: Bei geimpften Männern würde sie durchschnittlich 80,8 Jahre betragen, bei ungeimpften 73,6. Bei geimpften Frauen würde sie bei 85,6 Jahren liegen, bei ungeimpften bei 78,5. Die Differenz würde gut sieben Jahre ausmachen.

Statistik Austria hat Daten des Nationalen Impfregisters und jene zu Sterbefällen zusammengeführt. Angaben über die Todesursachen lagen nicht vor. Das führt dazu, dass man auf dieser Grundlage keine exakten Aussagen über die Wirkung der Impfung tätigen kann. Auch für einzelne Bundesländer liegen keine Auswertungen vor. In Vorarlberg starben in den letzten Kalenderwochen ab Ende November des vergangenen Jahres vorläufigen Erhebungen zufolge 693 Personen.

Im mehrjährigen Durchschnitt vor Corona hatte es sich im Vergleichszeitraum um 503 gehandelt. Es waren nun also um über ein Drittel mehr. Eine Verbindung mit Corona ist offensichtlich. Zumindest 100 Sterbefälle standen in einem Zusammenhang mit einer bestätigten Infektion. Zum Impfstatus liegen keine Angaben vor.

Sofern Sterbefällen im vergangenen Jahr eine Infektion vorausgegangen ist, war diese meist auf die Delta-Variante zurückzuführen. Anfang Dezember waren österreichweit im Schnitt rund 60 Fälle pro Tag verzeichnet worden. Die nun vorherrschende Omikron-Variante sorgte bisher zwar zu viel mehr Infektionen, aber auch weniger schwere Erkrankungen sowie Todesfälle. Durchschnittlich handelt es sich aktuell um rund zehn pro Tag. JOH

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