Gericht: Fotografen mit Messerwurf gedroht

Vorarlberg / 28.01.2022 • 04:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gericht: Fotografen mit Messerwurf gedroht
Der Angeklagte wurde mit einer Geldbuße von 150 Euro belegt. Eckert

31-jähriger ärgerte sich über Schnappschüsse von seinem Truck.

feldkirch Zurzeit ist der junge Mann arbeitslos. Vor Kurzem arbeitete er noch bei einer Teststation und verdiente dort immerhin zwischen 1600 und 2000 Euro. Mit dem Gericht hatte er bislang noch nie zu tun und auch der gegenständlichen Angelegenheit scheint mehr heiße Luft als kriminelle Energie innezuwohnen. Der Vorwurf betrifft eine Äußerung, welche von der Staatsanwaltschaft als versuchte Nötigung eingestuft wurde und so auch in einem Strafantrag mündete.

Verbale Entgleisung

Vor seinem Job in einer der vielen Teststationen war der Angeklagte selbstständig. Als Caterer sorgte er dafür, dass Hungrige mit Burgern, heißen Würstchen, Salaten und anderen Speisen versorgt wurden. Dafür hatte er einen Truck. Diesen stellte er in Rankweil wiederholt an Stellen auf, wo es zumindest einen Zeugen störte.

Ob der Truck wirklich widerrechtlich abgestellt wurde oder nicht, bleibt im Verfahren offen. Es geht ausschließlich um die strafrechtliche Seite, also die Drohung. Jedenfalls fotografierte der Zeuge immer wieder den Truck, was den Caterer in Rage brachte. „Wenn du den Truck noch einmal fotografierst, werfe ich dir ein Messer nach“, soll der Angeklagte laut Zeuge gedroht haben. „Das stimmt nicht, ich habe keine Ahnung, warum der das behauptet“, verteidigt sich der 31-Jährige.

Nicht ganz korrekt

Der Richter erklärt dem Beschuldigten, dass dieser, falls er einräumt, sich auch nicht ganz korrekt verhalten zu haben, mit einer Geldbuße statt einer Vorstrafe davonkommt. „Das ist sicher richtig, die Situation war bestimmt angespannt und ich für meinen Teil übernehme auch einen Teil der Verantwortung, dass es überhaupt so weit gekommen ist“, zeigt sich der Angeklagte einsichtig. 150 Euro Buße und 50 Euro pauschale Verfahrenskosten findet er fair und will seine Strafe so rasch wie möglich bezahlen. Damit ist die Sache vom Tisch. Vorausgesetzt, die Staatsanwaltschaft ist einverstanden.