Pensionisten stehen bereit

Vorarlberg / 30.01.2022 • 22:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In den Öffis gilt weiterhin FFP2-Maskenpflicht und Abstand halten. VN/Sams
In den Öffis gilt weiterhin FFP2-Maskenpflicht und Abstand halten. VN/Sams

Verkehrverbund hat gegen Omikron vorgesorgt. Verkaufszahlen steigen ­wieder.

Dornbirn Corona bremst auch den öffentlichen Verkehr aus. Die Menschen arbeiten öfter im Homeoffice. Die Freizeitangebote sind begrenzt. Es wird mehr Fahrrad oder Auto gefahren. Im ersten Pandemiejahr 2020 hat der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) bei den Einnahmen daher ein Minus von knapp fünf Millionen Euro eingefahren. Für das Jahr 2021 liegen noch keine konkreten Zahlen vor. VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand kann allerdings von einer positiven Tendenz berichten. „Natürlich sind wir bei den Jahreskartenverkäufen noch nicht wieder auf einem Stand wie vor der Coronapandemie. Im Vergleich zu 2020 zeigt sich aber, dass sich die Verkäufe langsam erholen“, erläutert er.

Im Jahr 2019 wurden in Vorarlberg rund 75.000 Jahreskarten verkauft, 2020 waren es 71.000 Stück. Dass die Verkaufszahlen wieder gestiegen sind, habe sicherlich auch mit dem Start des KlimaTickets zu tun, meint Hillbrand. In Vorarlberg wurden demnach seit Ende Oktober rund 6000 KlimaTickets ausgestellt. In absoluten Zahlen ist Vorarlberg damit Schlusslicht, pro Kopf werde in Vorarlberg aber sehr viel Bus und Bahn gefahren, merkt der Geschäftsführer an. „Allerdings ist es nicht zu leugnen, dass Vorarlberg das von Wien am weitesten entfernte Bundesland ist und nur Tirol als direktes Nachbarbundesland hat. Zudem sind Dienstreisen zugunsten von Videokonferenzen derzeit eher in den Hintergrund getreten. Wir hoffen aber, dass wenn die Reisefreudigkeit wieder zunimmt, sich noch mehr Vorarlberger für ein KlimaTicket entscheiden werden.“

Zwei Prozent in Quarantäne

Mitte letzter Woche waren zwei Prozent der Busfahrer in Quarantäne. Der Fahrplan könne daher problemlos eingehalten werden, versichert man beim Verkehrsverbund. Damit das auch weiterhin so bleibt, wurde ein Team-Splitting für systemrelevantes Personal eingeführt. Wo es möglich ist, sollen damit die Kontakte zwischen den Teams vermieden werden. Hillbrand ergänzt: „Natürlich gibt es auch Pläne, falls Linien nicht mehr bedient werden könnten. Es gibt auch ein Back-up an Pensionist  und Reisebuslenkern, die zur Not aushelfen könnten, aber davon sind wir im Moment zum Glück noch weit entfernt.“ vn-ger

„Im Vergleich zu 2020 zeigt sich aber, dass sich die Verkäufe langsam erholen.“

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