Gegen das „Salzdiktat aus Wien“

Vorarlberg / 31.01.2022 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Demonstration der Hoteliers und der Bevölkerung richtete sich auch gegen die eigene Interessenvertretung, die einige Wochen zuvor der Salzstreuung auf der Arlbergstrecke zugestimmt hatte.
Die Demonstration der Hoteliers und der Bevölkerung richtete sich auch gegen die eigene Interessenvertretung, die einige Wochen zuvor der Salzstreuung auf der Arlbergstrecke zugestimmt hatte.

Bregenz Rund 300 Fahrzeuge aller Art fuhren am 8.Dezember 1971 in einem Protestzug, zu dem die Fremdenverkehrsvereinigungen rund um den Arlberg aufgerufen hatten, von St. Anton am Arlberg nach Stuben auf der Vorarlberger Seite. Der Protest richtete sich gegen das „Salzdiktat aus Wien“. Die Verschmutzung der Fremdenverkehrsorte auf Tiroler und Vorarlberger Seite durch das ständige „Einpökeln“ der Straßen mit Viehsalz und anderen chemischen Streumitteln sei derart gravierend, dass winterlich weiße Zuckerpuderlandschaften in triste Gegenden verwandelt würden.

Dass es auch ohne Salz geht, zeige auch die Flexenstraße nach Zürs, wo nur gesalzen wurde, wenn akute Glatteisgefahr drohte. Die Arlberger sahen im Salzstreuerlass lediglich eine Hilfe für den Schwerverkehr, während die Hotels im „Dreck ersticken“.
Dass es auch ohne Salz geht, zeige auch die Flexenstraße nach Zürs, wo nur gesalzen wurde, wenn akute Glatteisgefahr drohte. Die Arlberger sahen im Salzstreuerlass lediglich eine Hilfe für den Schwerverkehr, während die Hotels im „Dreck ersticken“.
Auch ökologische Gründe wurden ins Treffen geführt.
Auch ökologische Gründe wurden ins Treffen geführt.
Dass es auch ohne Salz geht zeige auch die Flexenstraße nach Zürs, wo nur gesalzen wurde, wenn akute Glatteisgefahr drohte. Die Arlberger sahen im Salzstreuerlass lediglich eine Hilfe für den Schwerverkehr, während die Hotels im „Dreck ersticken“.
Dass es auch ohne Salz geht zeige auch die Flexenstraße nach Zürs, wo nur gesalzen wurde, wenn akute Glatteisgefahr drohte. Die Arlberger sahen im Salzstreuerlass lediglich eine Hilfe für den Schwerverkehr, während die Hotels im „Dreck ersticken“.
Rein rechtlich gesehen sprach alles für die Salzstreuung, denn es bestand ein Ministererlass, der vorschrieb, dass auf Bundesdurchzugsstraßen zwingend Salz gestreut werden muss. Es blieb nichts anderes übrig als die Anordnung zu befolgen, denn bei Unfällen hätten dann jene haften müssen, die den Erlass nicht befolgt hätten.Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek
Rein rechtlich gesehen sprach alles für die Salzstreuung, denn es bestand ein Ministererlass, der vorschrieb, dass auf Bundesdurchzugsstraßen zwingend Salz gestreut werden muss. Es blieb nichts anderes übrig als die Anordnung zu befolgen, denn bei Unfällen hätten dann jene haften müssen, die den Erlass nicht befolgt hätten.Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.