Erlösprognosen für den Kiesabbau

Vorarlberg / 01.02.2022 • 19:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Abbau soll auf einem Grundstück durchgeführt werden, das der benachbarten Marktgemeinde Götzis gehört.VN
Der Abbau soll auf einem Grundstück durchgeführt werden, das der benachbarten Marktgemeinde Götzis gehört.VN

So viel würden die beiden Projekte im Altacher Sauwinkel abwerfen.

Altach, Götzis Bei dem seit Längerer Zeit in Diskussion befindlichen geplanten Kiesabbau im Gebiet Sauwinkel im Gemeindegebiet von Altach gibt es nach wie vor keine richtungsweisende Entscheidung. Mittlerweile liegen allerdings wirtschaftliche Details zu beiden Projektvarianten vor.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass RERO-PRO (Projektvariante Nickel) für die Marktgemeinde Götzis als Grundeigentümerin je nach Abbaubeginn und Laufzeit bis spätestens 2058 einen Gesamterlös zwischen 34,7 und 37,7 Millionen Euro bringen würden. Das entspräche zwischen einer und 1,2 Millionen Euro an Erlösen pro Jahr. Die Marktgemeinde Götzis müsste kein wirtschaftliches Risiko eingehen und keine Investitionen tätigen oder sich daran beteiligen. Sie würde die Erlöse indexiert unabhängig von der Entwicklung der Marktpreise für Kies und der Deponiekosten erhalten. Das wirtschaftliche Risiko samt Investitionskosten würde bei RERO-PRO liegen. Die Firma hat bereits eine millionenschwere Finanzierungszusage für das Projekt, und das ohne Bewilligung, Bescheid, Vertrag oder unterzeichnete Absichtserklärung.

Verbindungsgstraße

Die Projektkalkulation bzw. Variante der Marktgemeinde Altach sieht unterdessen vor, dass sich die beiden Gemeinden in einer wirtschaftlichen Risikogemeinschaft zusammentun. Der Auftrag zum Abbau wird dann an die Firma Kopf vergeben. Die „partnerschaftliche Risikogemeinschaft“ hat auch einen Teil der Investitionen zu stemmen. Dazu gehören etwa eine notwendige Verbindungsstraße, eine Waage, ein Lagerplatz, eine Reifenwaschanlage und die Kosten für die Rekultivierung. In einer Altacher Aufstellung von Dezember 2020 ist von etwa 617.000 Euro die Rede. Die erwarteten Erlöse belaufen sich während einer Laufzeit bis 2055 auf rund 28,4 Millionen Euro pro Gemeinde, insgesamt also auf 56,8 Millionen Euro. 

Der Götzner Bürgermeister Christian Loacker bestätigte die Zahlen gegenüber der Wirtschaftspresseagentur, er will aber noch auf die Auswertung eines Rechtsgutachtens abwarten. Der Altacher Bürgermeister Markus Giesinger verweist einmal mehr auf den Bescheid für die Variante Altach/Kopf, der für das vorgesehene Grundstück nach wie vor bestehe.