Mehrere Länder senken ihre Einreisehürden

Vorarlberg / 01.02.2022 • 22:07 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für die Einreise nach Italien reicht seit Neuestem ein Test, im Restaurant aber nicht. Dort gilt die 2G-Regel. Reuters
Für die Einreise nach Italien reicht seit Neuestem ein Test, im Restaurant aber nicht. Dort gilt die 2G-Regel. Reuters

Zeichen stehen vielerorts auf Lockerung. Österreich ist eher streng.

schwarzach Die Omikron-Welle hat Europa im Griff. Trotzdem werden in einigen Ländern die Einreiseregeln gelockert, zum Beispiel in Italien, der Schweiz und Dänemark. Das dürfte einerseits daran liegen, dass sich die Virusvariante überall durchgesetzt hat. Andererseits bleibt die Situation in den Spitälern trotz Rekordinzidenzen vielerorts vergleichsweise ruhig. Österreich bleibt vorerst strikt.

Italien verlangt 3G

Für eine quarantänefreie Reise nach Italien aus einem anderen EU-Staat reicht seit Dienstag ein 3G-Nachweis über einen negativen Corona-Test, Impfung oder Genesung. Dazu kommt eine Anmeldung. Zuvor galt für alle eine Testpflicht. Ungeimpfte mussten in Quarantäne. Im Land ist für viele Bereiche die 2G-Regel in Kraft, zum Beispiel für Besuche in Restaurants. Dänemark hat sich unterdessen von praktisch allen Corona-Beschränkungen freigemacht; einige Einreiseregeln bleiben aber bestehen. Geimpfte und Genesene müssen zwar nicht mehr länger zusätzlich einen negativen Test vorweisen. Bürger des EU- und Schengenraums ohne gültigen Impf- und Infektionsnachweis sind aber dazu verpflichtet, sich entweder vor oder spätestens 24 Stunden nach der Einreise testen zu lassen. In England sind die Hürden bald ebenfalls wieder niedriger, zumindest für Geimpfte. Sie müssen sich ab dem 11. Februar nach der Einreise nicht mehr testen lassen.

Auch die Schweiz und Liechtenstein haben ihre Einreisebestimmungen gelockert. Seit Mitte Jänner gilt wieder die 3G-Regel.  Bei Flug- oder Fernbusreisen muss ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Personen aus Grenzregionen wie Vorarlberg sind allerdings schon länger von den Corona-Reisebeschränkungen befreit.

Immer noch Hochrisikogebiet

Nichts geändert hat sich in Deutschland. Aus deutscher Sicht gilt Vorarlberg nach wie vor als Hochrisikogebiet. Wer einreisen will, muss sich vorher anmelden. Einreisende ohne gültigen Impfungs oder Genesungsnachweis haben eine Quarantäne anzutreten. Sie brauchen auch einen negativen Test. Es gibt Ausnahmen von der Anmelde- und Quarantänepflicht, etwa für den Besuch von Verwandten ersten Grades oder des Lebenspartners von unter 72 Stunden sowie für Fahrten im Grenzverkehr unter 24 Stunden.

In Österreich gelten derzeit folgende Bestimmungen: Neben einem 2G-Nachweis benötigen alle Einreisenden, die nicht geboostert sind, einen negativen PCR-Test. Sonst müssen sie sich anmelden und eine Quarantäne antreten. Im Fall von Pendlern reicht ein 3G-Nachweis. Die Fristverkürzung des grünen Passes für Personen ohne Auffrischungsimpfung von neun auf sechs Monate, die am Dienstag in Kraft trat, betrifft nicht die Einreise. Dieser Umstand sorgt dafür, dass viele geimpfte ausländische Gäste ohne Booster aktuell zwar einreisen, aber nicht im Hotel einchecken oder Restaurants besuchen dürfen, wie Vorarlberger Tourismusvertreter kritisieren. VN-RAM