Beamte in Lebensgefahr gebracht

Vorarlberg / 02.02.2022 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei der Corona-Demonstration am Dienstag in Bregenz kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall. vn/steurer
Bei der Corona-Demonstration am Dienstag in Bregenz kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall. vn/steurer

Pkw-Lenkerin (51) fuhr laut Polizei bei Demo von Impfgegnern in Bregenz auf Beamte los.

Bregenz Die Demonstration der Impfgegner am Dienstagnachmittag verlief nicht ohne Zwischenfälle. Von den rund 230 Teilnehmern wurden von der Polizei 60 Personen kontrolliert, 17 Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Covid19-Maßnahmen erstattet, eine Person musste festgenommen werden.

Einfach stehen geblieben

Es handelte sich dabei laut Polizei um einen Mann, der der Versammlung zunächst gefolgt war, dann aber plötzlich stehen blieb und sich nicht weiter von der Stelle bewegen wollte. Auch nicht, als er von den Beamten dazu aufgefordert wurde. Es kam zu keinen Tätlichkeiten. Dennoch musste der Betreffende festgenommen und zur Polizeiinspektion Bregenz gebracht werden.

Zwischenfall am Kreisverkehr

Der prekärste Vorfall ereignete sich dann gegen 17.35 Uhr beim Kreisverkehr bei der HTL, als eine 51-jährige Frau mit ihrem Pkw beim Fließverkehr gegenüber der Versammlung stehen blieb, um ihre Sympathie mit den Teilnehmern zu bekunden. Die Vorarlbergerin hatte schon vorher bei der Demonstration teilgenommen, befand sich aber mit ihrem Pkw auf dem Heimweg.

Beim Kreisverkehr hielt sie dann eine Österreichfahne aus dem offenen Fenster ihres Autos, hupte mehrfach und schrie dieselben Parolen wie die Demonstranten. Aus diesem Grund wurde die 51-jährige bei der Abzweigung zur Kornmarktstraße von zwei Polizistinnen und einem Polizisten einer Verkehrskontrolle unterzogen.

Laut Angaben der Polizei fuhr die Pkw-Lenkerin auf die Beamten zu, worauf diese zur Seite springen mussten, um nicht überfahren zu werden. Sie blieben dabei glücklicherweise unverletzt.

„Ich bin abgehauen“

Die Tatverdächtige selbst meldete sich am Mittwoch bei den VN, um den Vorfall aus ihrer Sicht zu schildern. „Ja, es ist wahr“, sagte sie, „ich habe die Fahne geschwungen und die Parolen gerufen, da ich Impfgegnerin bin. Die Polizisten haben mich zur Seite gewunken. Ich wollte aber nicht kontrolliert werden und bin Richtung Pfänder abgehauen, allerdings nur im Schritttempo.“ Es entspräche nicht den Tatsachen, dass dabei irgendwelche Beamte zur Seite springen hätten müssen, behauptete sie.

Mehrere Anzeigen

Die Frau wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und mehreren Verwaltungsübertretungen angezeigt.

Dem Vernehmen nach ist die 51-Jährige bei der Polizei amtsbekannt, da ihr Strafregister bereits mehrere Verurteilungen wegen tätlicher Auseinandersetzungen aufweist. VN-GS