Mit dem Einkommen nicht mehr auskommen

Vorarlberg / 02.02.2022 • 19:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Simone Strehle-Hechenberger von der IfS Schuldenberatung.
Simone Strehle-Hechenberger von der IfS Schuldenberatung.

Vor allem Wohn- und Energiekosten werden immer mehr zum Problem.

Schwarzach Die Teuerung zieht in Österreich weiter kräftig an. In Österreich dürfte die Inflationsrate im Jänner laut Schnellschätzung der Statistik Austria um 5,1 Prozent und damit auf den höchsten Wert seit November 1984 angestiegen sein. Strom, aber insbesondere Gas sind empfindlich teurer geworden. „Es gibt eine Preissteigerung um 2,8 Prozent gibt, gleichzeitig sind die Pro-Kopf-Einkommen um 5,8 Prozent gesunken. Das bedeutet für Menschen mit niedrigem Einkommen, dass es weh tut“, sagt Simone Strehle-Hechenberger, Leiterin der IfS Schuldenberatung, am Mittwochabend bei Vorarlberg LIVE. Die Kostentreiber seien vor allem in den Bereichen Energie, Wohnen und Wasser zu beobachten. Das bedeutet, dass die Menschen weniger zum Leben haben. „Was uns in Vorarlberg vor allem Sorgen macht, sind die steigenden Wohnkosten.“ 

Es gebe zu wenig leistbaren Wohnraum. Der Anteil von gemeinnützigem Wohnbau beträgt in Vorarlberg nur zwölf Prozent, betont Strehle-Hechenberger. „Da gilt es dringend etwas zu machen“, warnt sie. Das Problem sei vor allem die Bodenknappheit im Land. „Die gemeinnützigen Wohnbauträger haben wenig Grundstücke zur Verfügung. Da müsste das Land einschreiten und Boden zur Verfügung stellen.“ In ein Schuldenregulierungsverfahren könne nämlich nur gegangen werden, wenn es eine ausgeglichene Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gibt. „Wenn aber die Miete so hoch ist, und das Einkommen niedrig, dann geht sich das nicht aus und wir können die Leute auch nicht entschulden.“