Personalbedarf als Herausforderung

Vorarlberg / 02.02.2022 • 21:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Landtag diskutiert über Lösungen für Pflegebereich.

bregenz Der Mangel an Pflegekräften setzt die Politik unter Druck. In der stationären und mobilen Langzeitpflege müssen bis 2030 über 680 Pflegekräfte wegen Pensionierungen oder Austritten ersetzt werden. Wegen der demografischen Entwicklung besteht ein zusätzlicher Bedarf von etwa 780 Personen, wie die aktuelle Pflegepersonalbedarfsprognose ergeben hat. Die Pflege war am Mittwoch auch Thema im Landtag. Zusammengefasst: Allen scheint das Problem bewusst zu sein. Unterschiedlich sind die Vorstellungen über Lösungsansätze.

Sechs Punkte

Diskutiert wurde unter anderem über einen Antrag der FPÖ. Sie schlägt sechs Punkte vor: Bessere Entlohnung, Entlastung des Personals in den Pflegeheimen von administrativen Tätigkeiten, Übernahme von Ausbildungskosten und faire Bezahlung während der Ausbildung, Einführung einer Pflegelehre, Umsetzung des Arbeiterkammer-Modells zur Anstellung pflegender Angehöriger und eine Erhöhung des Pflegegelds ab Stufe drei. „Es gibt einige Kompetenzen des Landes, bei denen es der Regierung offensichtlich sehr schwer fällt, alles richtig zu machen“, kritisierte Hubert Kinz (FPÖ).

ÖVP-Mandatarin Heidi Schuster-Burda wollte nicht stehen lassen, dass der Koalition das Problem nicht sehe. Die Herausforderung liege darin, Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Diese ergebe sich europaweit. Es brauche möglichst viele Ausbildungswege in allen Altersgruppen, auch ohne Matura. Auf Bundesebene solle rasch die Voraussetzung für eine Pflegelehre geschaffen werden. Johannes Gasser (Neos) verwies wiederum auf eine hohe Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Diplombereich, die nicht gestillt werden könne. Hier gebe es Potenzial. Ähnlich äußerte sich Elke Zimmermann (SPÖ). „Es könnte eine schnelle und effektive Lösung sein, die wir nicht hinausschieben dürfen.“ Die Pflegelehre werde den Mangel allein nicht lösen, dafür fehle Zeit.

Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) sprach beim Mangel von einer gewissen Parallelität zu anderen Branchen, die dringend Fachkräfte suchen. Aber es gebe einen enormen Zusatz- und Ersatzbedarf. Die Pandemie habe das Problem noch verschärft, vor allem in den Pflegeheimen. Wiesflecker verwies darauf, dass laut Prognose vor allem an diplomierten Fachkräften und Pflegefachassistenz, also im höherqualifizierten Bereich, Mehrbedarf bestehe. „Ich verwehre mich nicht gegen die Pflegelehre. Aber den Bedarf haben wir in einem anderen Bereich.“  Über den FPÖ-Antrag  wurde nach Punkten abgestimmt. Zustimmung gab es unterschiedlicher Konstellation nur von der Opposition. Damit blieb es bei der Minderheit. VN-RAM

Für die Pflege in Vorarlberg braucht es mehr Personal.    APA
Für die Pflege in Vorarlberg braucht es mehr Personal.    APA