Hilfe auf dem Weg zur Traumuni

Vorarlberg / 03.02.2022 • 16:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Studierenden von Project Access Austria, die alle ehrenamtlich tätig sind, bieten Beratung bei Uni- und Kursauswahl sowie Finanzierungsmöglichkeiten.PAA
Die Studierenden von Project Access Austria, die alle ehrenamtlich tätig sind, bieten Beratung bei Uni- und Kursauswahl sowie Finanzierungsmöglichkeiten.PAA

Schüler des BG Dornbirn holten sich bei Webinar Infos.

Dornbirn Zum Studieren nach Innsbruck oder Wien? Oder an eine internationale Uni wie Oxford, Bocconi Milan, ETH Zürich oder Harvard? Was für ein Studium im Ausland spricht und wie man es an seine Traumuni schaffen kann, darüber informierten sich zukünftige Studierende – darunter Schüler des BG Dornbirn – im Rahmen einer Online-Infostunde.

Unter dem Titel „Study abroad: Why and how?“ informierte Project Access Austria über Studienmöglichkeiten im Ausland. Die Non-Profit-Organisation aus österreichischen Studierenden an internationalen Top-Unis unterstützt talentierte, sozial benachteiligten Jugendliche kostenlos bei ihrer Bewerbung für internationale Top-Unis.

Tipps aus erster Hand

Auch die Referierenden beim Webinar waren junge Österreicher, die es zum Studieren ins Ausland geführt hat. So gab es Tipps aus erster Hand von Fiona, die an der LSE in London und in Edinburgh studiert hat, von Franziska, die aktuell einen Master in Oxford macht und von Stefan, der ein Bachelorstudium in Maastricht absolviert.

Zunächst erklärten sie, welche Unterschiede es im Allgemeinen zwischen einem Studium in Österreich und einem Studium im Ausland gibt. Sie berichteten von breiteren Fächerclustern, kleineren Gruppen, größeren Auswahlmöglichkeiten und mehr Diversität. „In Österreich geht man zur Uni, so wie man zur Arbeit geht. Gerade im angloamerikanischen Raum ist die Uni aber viel mehr als nur ein Ort zum Lernen. Alle wohnen zusammen am Campus, es gibt Sport- und Freizeitangebote und es entstehen echte Gemeinschaften“, erklärte Fiona. Die Referenten machten aber auch auf die strengen Aufnahmekriterien, aufwendigen Bewerbungsprozesse und hohen Studiengebühren aufmerksam.

So ging es dann im nächsten Programmpunkt um die Aufnahmekriterien für Eliteunis in Großbritannien und den USA sowie für renommierte Universitäten und Hochschulen in der EU.

Während der Bewerbungsprozess in Großbritannien über ein zentrales Portal führt, variieren die Kriterien in den USA von Staat zu Staat. „Ein gutes Maturazeugnis ist fast überall Voraussetzung, aber auch besondere Fähigkeiten und Interessen spielen eine Rolle. Neben dem Bewerbungsschreiben braucht es in den meisten Fällen auch ein Referenzschreiben einer Lehrperson. Bei manchen Unis kommen spezielle Tests sowie persönliche Interviews hinzu“, erklärte Franziska.

Wie ein Auslandsstudium finanziert werden kann, darauf gingen die Studierenden im letzten Punkt ein. Sie gaben einen Überblick über Stipendien, Scholarships, Awards und Studienkredite und berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen.

Bootcamp und Mentoring

Um junge, begabte und motivierte Österreicher auf ihrem Weg zur Traumuni zu unterstützen, bietet Project Access Austria nicht nur Infostunden an. Im Juli 2022 findet ein viertägiges Bewerbungsbootcamp mit 50 Schülern aus ganz Österreich statt, für das sich Interessierte ab sofort bewerben können.

„Alle Teilnehmenden haben ausgezeichnete schulische Leistungen erzielt und das Potenzial an Top-Unis im Ausland zu studieren. Und sie benötigen unsere Hilfe – entweder weil sie keinen Zugang zu Informationen oder einem Netzwerk haben, das sie unterstützen kann oder weil sie sozial benachteiligt sind“, erläuterte Stefan die Aufnahmekriterien.

Die Studierenden von Project Access Austria, die alle ehrenamtlich tätig sind, bieten überdies Beratung bei Uni- und Kursauswahl sowie Finanzierungsmöglichkeiten an sowie Peer-to-Peer-Mentoring. „Alle, die Fragen zum Studieren im Ausland haben, können sich gerne an uns wenden. Wir kennen sicher jemanden, der an der anvisierten Uni studiert und gute Tipps geben kann“, meinte Fiona. Alle Infos zum Bootcamp und den weiteren Angeboten findet man unter projectaccess.org/pa-austria. lcf