„Jetzt trauen wir uns weiterzumachen“

Vorarlberg / 04.02.2022 • 16:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein kleiner Abschnitt des neuen Fuß- und Radweges ist bereits fertig.STO
Ein kleiner Abschnitt des neuen Fuß- und Radweges ist bereits fertig.STO

Die Gemeindefinanzen in Bürs schauen heuer gut aus, weshalb das Projekt „Familienhaus“ angegangen wird.

Bürs Im Gegensatz zu manch anderer Gemeinde kann Bürs aus den Vollen schöpfen. „Die Gemeindefinanzen sehen gut aus“, freut sich Georg Bucher, Bürgermeister von Bürs. Der Grund seien hohe Ertragsanteile vom Bund und die hohe Kommunalsteuer, die die Gemeinde erhalten hat. „Wir trauen uns, aktiver Investitionen zu planen“, sagt Bucher.

Das Hochwasserschutzprojekt für den Alvierbach ist in den letzten Zügen und wird im April abgeschlossen. Dennoch kommen heuer dafür nochmals 1,1 Millionen Euro auf die Gemeinde zu. 5,3 Millionen Euro hat das Hochwasserschutzprojekt insgesamt gekostet. Entlang des Alvierbachs wird ein neuer Geh- und Radweg gebaut, der zum Teil vom KIP (Kommunales Investitionsprogramm) gefördert wird. Der Geh- und Radweg hinterlässt ein 1,2 Millionen Euro tiefes Loch im Gemeindebudget. Er ist deshalb so teuer, weil zwei Brücken über den Alvier gebaut werden müssen.

Einmal quer durch Bürs

Der Fuß- und Radweg wird in Zukunft quer durch Bürs verlaufen, vom Zentrum weg bis nach Getzner Werkstoffe. „Es entsteht eine komplett neue Verbindung, wobei ich nicht gedacht habe, dass diese so schnell realisiert werden kann“, freut sich Bucher über die Zusage von Bund und Land. „Das ist eine riesige Qualitätssteigerung.“

Nach dem Behördenverfahren startet die Ausschreibung. Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt des Geh- und Radweges könnte somit Herbst sein. Der obere Teil des Radweges bis zum Alviergässle wurde bereits im Zuge des Hochwasserschutzprojektes gebaut und in Betrieb genommen. Der untere Teil wird dieses und nächstes Jahr in Angriff genommen. Während die obere Brücke noch heuer errichtet wird, kommt die untere Brücke (Judavollastraße) erst frühestens nächstes Jahr. Auf der Brücke, die zum Schulzentrum führt, könnte eine verkehrsberuhigte Zone entstehen.

Bereits vor fast zehn Jahren habe eine Mobilitätsbefragung der Bevölkerung ergeben, dass der Hauptkritikpunkt die Hauptstraße durch Bürs sei; vor allem die Engstelle auf Höhe des Restaurants Rosenegg und des Cafés Dörflinger sei vielen Bewohnern ein Dorn im Auge. Der Gehsteig sei viel zu schmal, das Gefühl von Sicherheit nicht gegeben. Auch die fußläufige Verbindung nach Bludenz wurde damals kritisiert. Jetzt gibt es zumindest eine neue Rad- und Fußgängerbrücke nach Bludenz. VN-JUN

„Wir trauen uns, aktiver Investitionen zu planen. Die Gemeindefinanzen sehen gut aus.“

Ein kleiner Abschnitt des neuen Fuß- und Radweges ist bereits fertig.STO
Ein kleiner Abschnitt des neuen Fuß- und Radweges ist bereits fertig.STO