Lawine riss fünf Menschen in den Tod

Vorarlberg / 04.02.2022 • 22:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch ein Hubschrauber des Bundessheeres war am Einsatz beteiligt. SYMBOL/HARTINGER
Auch ein Hubschrauber des Bundessheeres war am Einsatz beteiligt. SYMBOL/HARTINGER

Im tirolerischen Spiss kam es am Freitag zu einer alpinen Tragödie.

Sölden, Spiss, Lech An der tirolerisch-schweizerischen Grenze in Spiss (Bezirk Landeck) sind am Freitag bei einem Lawinenabgang fünf Menschen ums Leben gekommen. Ein weiteres Mitglied der sechsköpfigen Skitourengehergruppe überlebte und wurde ins Krankenhaus in die Schweiz geflogen, hieß es von der Polizei zur APA. Bei den Verunglückten soll es sich laut Medienberichten um eine Gruppe von schwedischen Skitourengehern und einen einheimischen Bergführer handeln. Wie der ORF Tirol am Abend berichtete, dürften die Sportler die Lawine selbst ausgelöst haben. Der überlebende Schwede soll über eine schwedische WhatsApp-Gruppe Alarm geschlagen haben. Zum Einsatzort in Spiss auf über 2000 Metern Seehöhe flogen zwei Schweizer Hubschrauber, ein österreichischer Notarzthubschrauber sowie ein Polizeihubschrauber. Das Schneebrett ging bei der Fließer Stieralpe ab und damit im freien Gelände. Die Suche durch die Einsatzkräfte war am Abend abgeschlossen. Ein zweites größeres Lawinenunglück ereignete sich am Rettenbachferner in Sölden im Tiroler Ötztal. Insgesamt sieben Wintersportler, die zwischen 23 und 33 Jahre alt und aus Dänemark, Deutschland und Schweden stammen, fuhren am Gaislachkogel vom sogenannten Roten-Karle in Richtung Rettenbachtal ab und lösten die Schneebrettlawine aus. Fünf Personen gerieten unter die Lawine, konnten jedoch ausgegraben werden und wurden anschließend in die Klinik nach Murnau in Bayern, in das Krankenhaus Zams, in die Sportklinik in Sölden sowie zu einem Arzt gebracht.

In Vorarlberg herrscht indes verbreitet erhebliche Lawinengefahr, teilte der Lawinenwarndienst am Freitag mit. Besonders heikel sei die Situation abseits gesicherter ­Bereiche. Triebschnee hinter Geländekanten sowie in eingewehten Rinnen und Mulden sei immer noch störanfällig. Die Lawinengefahr ändere sich auch am heutigen Samstag nicht wesentlich. VN-GS

Zahlreiche Suchmannschaften waren am Lawinenkegel im Einsatz. apa/zoom tirol
Zahlreiche Suchmannschaften waren am Lawinenkegel im Einsatz. apa/zoom tirol