Neue Pflegekräfte ziehen in mehreren Vorarlberger Gemeinden ein

Vorarlberg / 08.02.2022 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Community Nurses“ sollen Angehörige unterstützen und das Leben älterer Singles erleichtern.

Wien, Bregenz Der Pflegebereich ist und bleibt eine Baustelle. Personal fehlt, die Betten werden knapp und die Gemeinden wünschen mehr Unterstützung. Die sogenannten Community Nurses (übersetzt Gemeindepflegerinnen und -pfleger) sollen eine erste Entlastung bringen. „Die Pilotprojekte können beginnen“, sagt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Dienstag. Damit meint er die Detailplanung in den Gemeinden. Das Personal dafür müssen die Gemeinden aber erst finden. Zumindest die finanzielle Zusage steht – unter anderem für fünf Projekte von Bludenz bis Bregenz.

Österreichweit gehen 123 Projekte an den Start. In Vorarlberg erhielten alle fünf Einreichungen eine Zusage: „Es geht um eine Qualitätssteigerung und eine Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen im ambulanten Bereich“, erklärt Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne). Die Community Nurses sollen vor allem im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Prävention Ansprechpersonen  sein. Getestet wird dies in Dornbirn, Wolfurt und Bregenz. Außerdem sind Lustenau und Bludenz dabei, gemeinsam mit einigen umliegenden Gemeinden. Unter anderem geht es darum, den Verbleib älterer Menschen in ihrem Zuhause zu fördern und pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen unter die Arme zu greifen sowie bestehende Angebote sichtbarer zu machen.

Die Europäische Kommission unterstützt das Programm österreichweit mit 54,2 Millionen Euro, davon fließen 2,31 Millionen nach Vorarlberg. Ursprüngliches Ziel war es, 150 Community Nurses zu etablieren. 145 Anträge wurden eingereicht. 123 erhielten den Zuschlag, also einen Fördervertrag von 2022 bis 2024. Damit können 192 diplomierte Pflegekräfte Vollzeit angestellt werden. 8,55 Stellen sind für Vorarlberg eingeplant. VN-ebi