Gefälschte Covid-Zertifikate: Wöchentlich durchschnittlich ein Fall

Vorarlberg / 09.02.2022 • 05:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gefälschte Covid-Zertifikate: Wöchentlich durchschnittlich ein Fall
Bei Kontrollen von Zertifikaten wie Impfnachweisen stößt die Vorarlberger Polizei nur selten auf eine Fälschung. Symbol/VN/Steurer

In Vorarlberg bisher nur wenige polizeiliche Anzeigen wegen falscher Impf- oder Testnachweise.

Schwarzach Tiroler Polizeibeamte haben seit Jahresbeginn laut einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ bei unterschiedlichen Gelegenheiten bereits 69 Fälschungen von Impfpässen, Genesungs- und Testzertifikaten sowie Maskenbefreiungsbestätigungen aufgedeckt.

Auch Vorarlberger Polizeibeamte sind Ende vergangenen Jahres vom Landeskriminalamt dahingehend geschult worden, Fälschungen etwaiger Covid-Zertifikate wie etwa von Impfpässen erkennen zu können. Und wie in den östlichen Bundesländern werde natürlich auch in Vorarlberg im Sinne von möglichen Urkundenfälschungen kontrolliert, sagte Polizeisprecher Rainer Fitz gegenüber den VN.

„Thema nicht allgegenwärtig“

Doch die Resultate seien alles andere als gravierend. „Das ist bei uns kein besonderes Thema und auch nicht allgegenwärtig. Rückblickend kommen wir auf zirka eine Anzeige wegen Urkundenfälschung pro Woche, und das verteilt auf ganz Vorarlberg“, macht Fitz deutlich. Der Polizeisprecher würde die festgestellten Vergehen, die immerhin mit Strafen von 500 Euro aufwärts bis zur Haft geahndet würden, in Vorarlberg seit vergangenem November auf höchstens zwanzig Fälle aufrunden.

Fall in Lindau

Bekannt wurde ein Fall im vergangenen Dezember, als die Mitarbeiterin einer Lindauer Apotheke der Kriminalpolizei mitteilte, dass eine Vorarlbergerin einen gefälschten Impfpass vorgelegt hatte. Die Frau wollte mit diesem Impfausweis ein digitales Impfzertifikat ausgestellt bekommen und wurde noch vor der Apotheke von der Polizei festgenommen.