Flexibilität für Sonderpädagogik wichtig

Vorarlberg / 11.02.2022 • 20:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Experte für Sonderpädagogik: Christian Kompatscher.
Experte für Sonderpädagogik: Christian Kompatscher.

Experte Christian Kompatscher spricht von großen Herausforderung.

Schwarzach Christian Kompatscher ist in der Bildungsdirektion Vorarlberg der Leiter des Fachbereichs Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik. Bei Vorarberg LIVE sprach er mit Moderatorin Birgit Entner-Gerold über Vergangenheit und Perspektiven in der Sonderpädagogik. „Wir sind in diesen Zeiten mit großen Herausforderungen konfrontiert. Das Unterrichten von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung ist mit Maske eine sehr große Herausforderung, auch wenn die Schüler selbst keinen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.“

Für die Zeit nach Corona wünscht sich Kompatscher im normalen Schulalltag vor allem, „dass die Kinder im Mittelpunkt stehen. Es geht darum, flexible Lösungen zu suchen, die den Bedürfnissen der Kinder am besten gerecht werden.“

Plan für 15 Jahre

Unter „flexibel“ versteht Kompatscher eine gute Beurteilung darüber, wann Kinder mit Beeinträchtigung in einer Regelklasse sein sollen und wann sie gesonderte Betreuung brauchen. Die besten Voraussetzungen für diese flexiblen Lösungen gebe es an Standorten, wo sonderpädagogische Zentren an Volks- und Mittelschulen angeschlossen sind und sich eine angepasste Pädagogik umsetzen lasse.

Kompatscher hofft, dass in zehn bis 15 Jahren die Sonderpädagogik von der Infrastruktur her flächendeckend im ganzen Land ideale Bedingungen vorfindet. In puncto Personal hofft der Fachbereichsleiter auf den notwendigen Zuwachs an qualifizierten Lehrpersonen.