Ein Konvoi im Kleinformat

Vorarlberg / 13.02.2022 • 22:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sympathisanten der motorisierten Demonstranten stellten sich mit Fahnen auf Brücken, um ihre Unterstützung zu signalisieren. VN/Serra
Sympathisanten der motorisierten Demonstranten stellten sich mit Fahnen auf Brücken, um ihre Unterstützung zu signalisieren. VN/Serra

Autokorso gegen Impfpflicht verlief ohne Probleme.

Bregenz „Bringen wir unsere Straßen zum Beben!“, lautete der Aufruf, der dem Autokorso gegen die Impfpflicht vorausging. Er fiel auf wenig fruchtbaren Boden. Sehr zur Erleichterung der Exekutive, die den Konvoi von Bürs nach Bregenz begleitete.

Beteiligt waren laut deren Aussage rund 60 Fahrzeuge und drei Traktoren, wobei letztlich nur zwei Trecker in der Landeshauptstadt einfuhren. Zeitweilig befand sich sogar ein Motorradfahrer unter den motorisierten Demonstranten. Was aber vor allem zählte, war der Umstand, dass der Autokorso friedlich ablief und es auch kaum zu Staubildungen und schon gar nicht zu Blockaden kam. Solche waren, wie berichtet, im Vorfeld befürchtet worden. Die ersten mit Fahnen und Plakaten bewehrten Autos erreichten Bregenz kurz nach 13 Uhr. Da befand sich das Schlussfahrzeug noch im Bereich der „Nachtschicht“. Bis zum Beginn der Großdemo um 14 Uhr schafften es aber alle noch.

Fast wie in „Convoy“

Zumindest ein bisschen erinnerte das Ganze an den legendären Hollywood-Blockbuster „Convoy“, in dem Kris Kristofferson eine Horde unzufriedener Truckerfahrer anführte. Nur waren die Fahrzeuge diesmal deutlich kleiner, beim Hupen aber mindestens ebenbürtig. Pünktlich um 10 Uhr vormittags startete die Kolonne mit 50 Wagen in Bürs, knapp vor 11 Uhr erreichte die Spitze die Bärenkreuzung in Feldkirch. Von dort ging es weiter über Rankweil, Götzis und Hohenems nach Dornbirn. Lagen zu Beginn noch gut drei Minuten zwischen Anfang und Ende des Konvois, konnte irgendwann im Laufe der Fahrt weder das eine noch das andere ausgemacht werden, weil sich immer wieder andere Fahrzeuge dazwischenschoben. Das erschwerte der Exekutive mit der Zeit auch das Zählen der am Demonstrationszug direkt beteiligten Teilnehmer.

Aus drei wurden zwei

Bevor es nach Lustenau hineinging, hielt die Kolonne jedoch an, um sich zu sammeln. 65 Pkw, drei Traktoren und ein Motorrad waren da noch dabei. Als der Korso die Achbrücke in Hard passierte, ratterten schließlich nur noch zwei Traktoren vorneweg. Bis dahin hatten die vielen ampelgeregelten Kreuzungen auch den Konvoi wieder auseinandergerissen. Wie viele Fahrzeuge tatsächlich noch bis in die Landeshauptstadt dabei waren, ließ sich schlussendlich kaum noch feststellen. Die Exekutive ging letztlich von „rund 60“ aus. VN-MM