„Wir haben nur eine Chance“

Vorarlberg / 14.02.2022 • 20:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Herburger: „Vorarlberg wird auch 2030 und 2050 ein blühender Landstrich sein.“VN/RP
Herburger: „Vorarlberg wird auch 2030 und 2050 ein blühender Landstrich sein.“VN/RP

Wer sich nicht von der Stelle bewegt, der geht unter.

DORNBIRN „,Wer sich nicht schnell bewegt, der wird scheitern‘ und ,Wir haben überall nur eine Chance und keine zweite mehr‘. Daran sollten wir immer denken.“ Das sind nur zwei Lebensgrundsätze von Mag. Dr. Wolfgang Herburger (62), der seit 1994 in Dornbirn ein eigenes Consulting-Unternehmen betreibt. Seine Beratungs-Schwerpunkte sind auch international Management-Consulting, Organisationsentwicklung, Entwicklung von Corporate-Academy und Personal- und Teamentwicklung im Wirtschaftssektor für Dienstleister und Verbände. Dabei kann er eine Reihe namhafter Unternehmen und Organisationen in Vorarlberg zu seinen Kunden zählen.

In seiner Freizeit beschäftigt sich Wolfgang Herburger vorwiegend mit Musik – er spielt Trompete und Akkordeon – und dem Lesen von Büchern. „Ich lese jede Woche mindestens ein Buch“, führt er dazu aus und „mit der Musik habe ich mir mein Studium finanziert“.

Wolfgang Herburger setzt sich aber nicht nur mit der Zukunft von Unternehmen und Organisationen auseinander, sondern auch mit der Zukunft Vorarlbergs. Zusammen mit Siegfried Steininger (68), der seit 2016 ausschließlich als Unternehmer und Autor tätig ist, verfasste er das Buch „Die Zukunft Vorarlbergs – Perspektiven 2050“, das 2017 erschienen ist. Wie Herburger im Gespräch mit den VN ausführt, verfolgen die Autoren mit dem Buchprojekt drei Ziele:

» Erstens wollen sie eine öffentliche Diskussion gegen die aktuell vorherrschende Vogel-Strauß-Perspektive lostreten.

» Das zweite Ziel besteht darin, beim Leser Lust auf das Kommende zu verbreiten.

» Das dritte Ziel des Buches ist die Darstellung konkreter Ansatzpunkte für die Zukunftssicherung im Land. Was sollen wir nun tatsächlich für die Zukunftssicherung der Wirtschaft, Politik, des Sozialen und der Kultur tun?

Weitblick

Im Buch werden konkrete Ansatzpunkte für alle Bereiche dargestellt. Herburger: „Das Buch ist so geschrieben, dass es von einem breiten Leserkreis gelesen und verstanden werden kann. Wir haben die Ausarbeitung der Themen und Beispiele in einer Weise fokussiert, dass nur solche Themen vertieft werden, die für unsere Region wirklich relevant sind.“ Und weiter: „Vorarlberg wird auch 2030 und 2050 ein blühender Landstrich sein, wenn die wesentlichen öffentlichen Institutionen und privaten Organisationen im Land und nicht zuletzt die Bevölkerung mit etwas mehr Weitblick an der Gestaltung der Zukunft mitwirken.“ Wolfgang Herburger begann nach der Matura sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck und war dabei nach Tätigkeiten bei Swarowski und der Verzinkerei Zimmermann in Nenzing bei der Vorarlberger Volkswirtschaftlichen Gesellschaft angestellt. Dabei war er an einer Reihe von Projekten für die Junge Wirtschaft, das Junge Handwerk sowie Jugend und Betrieb führend im In- und Ausland tätig. Bei Jugend und Betrieb etwa mit dem „Lehrlingspapst“ Egon Blum, Kurt Micheluzzi, Hans Peter Metzler, Christian Greber und Otto Kazil.

In seiner Diplomarbeit hatte er sich mit der „Flexibilisierung der Arbeitszeit“ auseinandergesetzt und wurde dafür mit dem Rudolf-Sallinger-Preis ausgezeichnet. Es folgte die Ablegung der Unternehmensberaterprüfung. Seine spätere Dissertation zum Thema „Qualifikationsanforderungen an Führungskräfte“ verfasste er mit dem heutigen Wifi-Leiter Dr. Thomas Wachter.

„Wir sind überzeugt, dass nur Unternehmen und Organisationen dauerhaft erfolgreich sein können, in denen Mitarbeitende mit ihrem Wissen, Können, ihrer Erfahrung und Lebenshaltung ernst genommen und gehört werden“, betont Herburger abschließend. EE

Zur Person

Wolfgang Herburger

Geboren 1960 in Dornbirn

Ausbildung Matura HAK-Bregenz, nebenberufliches Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck, Abschluss mit Magister und Doktorat, weitere Studien u. a. in Vancouver.

Berufliche Tätigkeitu. a. Assistent in der Industrie, Angestellter der Vorarlberger Volkswirtschaftlichen Gesellschaft. Seit 1994 mit eigenem Consulting Unternehmen selbstständig.

Familie verheiratet, Zwillinge