Anstoß für Nachwuchskicker

Vorarlberg / 20.02.2022 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde wird sich an der dringend benötigten Infrastruktur für die rund 300 Altacher Nachwuchskicker mit rund 560.000 Euro beteiligen. <span class="copyright">Mäser/Privat</span>
Die Gemeinde wird sich an der dringend benötigten Infrastruktur für die rund 300 Altacher Nachwuchskicker mit rund 560.000 Euro beteiligen. Mäser/Privat

Noch im Frühjahr starten im Schnabelholz die Bauarbeiten für den neuen SCRA Nachwuchscampus.

Altach Nachdem beim SC Rheindorf Altach bereits vor drei Jahren die grundsätzliche Entscheidung getroffen wurde, dass künftig alle Nachwuchsaktivitäten im Schnabelholz zusammengefasst werden, wird nun in den kommenden Monaten hinter der Nord-Ost-Ecke der Cashpoint-Arena der neue Nachwuchscampus des Bundesligaclubs entstehen.

650 Quadratmeter für Nachwuchs

Dazu gab es im Vorfeld längere und umfangreiche Planungsarbeiten, ehe nun bei der vergangenen Gemeindevertretersitzung in der Kummenberggemeinde die Aufträge für den neuen Nachwuchscampus vergeben wurden. Auf rund 650 Quadratmetern Gesamtfläche erhält der Nachwuchs bis zum Jahresende ein neues Gebäude mit sieben Kabinen, den nötigen Sanitäranlagen sowie Platz für Trainer und Lagermöglichkeiten. Hinter der Nord-Ost-Ecke des Altacher Fußballstadions erhalten die rund 300 Nachwuchskicker des SCR Altach somit eine neue Heimat, wobei an den Matchtagen der Profis jeweils zwei Kabinen für die Bundesliga-Mannschaften genutzt werden.

Die Kostenschätzung für den neuen SCRA Campus liegt aktuell bei rund 1,7 Millionen Euro, wobei der Kostenanteil der Gemeinde Altach mit 560.000 Euro gedeckelt ist. Dazu informiert Bürgermeister Markus Giesinger auch, dass die Mehrkosten für zusätzliche ökologische Anforderungen wie eine Photovoltaikanlage, Gründach oder einer Erdsonde statt einer Gastherme ebenso von der Kommune getragen werden. Dazu kommen noch Förderungen vom Land Vorarlberg, die zwischen 20 und 25 Prozent liegen werden, womit der Anteil des Vereins rund 700.000 Euro betragen wird. Da sich sowohl Gebäude als auch das Grundstück im Eigentum der Gemeinde befinden, werde es eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Verein geben, wie Gemeindechef Giesinger erklärt.

Zukunft der Sportanlage Riedle

Nach dem Umzug wird auch ein Konzept für den Sportplatz Riedle erarbeitet, erklärt Bgm. Giesinger.
Nach dem Umzug wird auch ein Konzept für den Sportplatz Riedle erarbeitet, erklärt Bgm. Giesinger.

Mit dem Bau des Nachwuchscampus im Schnabelholz wird auch der Trainings- und Spielbetrieb der jungen Kicker auf dem Sportplatz Riedle im Altacher Zentrum eingestellt. Damit wird die bisherige Trainingsstätte bzw. der Platz für andere Nutzungen frei. „Das Riedle ist eine der letzten großen zusammenhängenden Grünflächen in unserem Siedlungsgebiet. Gerade in Zusammenhang mit einer zunehmenden Verdichtung der Wohngebäude ist es umso wichtiger und notwendig, Freiräume und Grünflächen zu erhalten“, gibt Bürgermeister Giesinger bereits im Vorfeld einen Einblick, dass im Mittelpunkt der Überlegungen für die künftige Nutzung des Riedles wieder Sport-, Spiel- und Erholungsanlagen stehen. Über die genaue zukünftige Gestaltung und Nutzung des Riedles soll nach der Übersiedlung des Nachwuchses ins Schnabelholz ein Planungsprozess gestartet werden. MIMA