Vereint gegen das Kraftwerk

Vorarlberg / 20.02.2022 • 17:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Am 11. September 1965 erlebte Vorarlberg innerhalb eines Jahres bereits die zweite Großdemonstration. „Dichtgedrängt, wie in Feldkirch noch nie gesehen, waren Marktgasse, die Lauben, rundum die Gaststätten, die Fensterplätze und die Zufahrtsstraßen mit Rüthi-Gegnern besetzt. Überlegte Schätzungen – offizielle liegen nicht vor – gehen auf 25.000 Leute.“Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek
Am 11. September 1965 erlebte Vorarlberg innerhalb eines Jahres bereits die zweite Großdemonstration. „Dichtgedrängt, wie in Feldkirch noch nie gesehen, waren Marktgasse, die Lauben, rundum die Gaststätten, die Fensterplätze und die Zufahrtsstraßen mit Rüthi-Gegnern besetzt. Überlegte Schätzungen – offizielle liegen nicht vor – gehen auf 25.000 Leute.“
Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek

Feldkirch Nach dem Bau einer Öl-Pipeline im Rheintal erhoffte sich die Regierung des Kantons St. Gallen zu Beginn der 1960er Jahre günstigere Rahmenbedingungen für die industrielle Entwicklung der Region. Um die Energieversorgung langfristig zu gewährleisten, sollte in Rüthi, in unmittelbarer Nähe Vorarlbergs, ein riesiges thermisches Kraftwerk entstehen. Rasch bildete sich beidseits der Grenze eine kraftvolle Bewegung, die schließlich den Bau verhinderte. 1972 wurde an der gleichen Stelle ein Atomkraftwerk geplant, das dann aufgrund von Protesten ebenfalls nie realisiert wurde.

Vom Bodensee bis zum Arlberg und aus der schweizerischen und deutschen Nachbarschaft wurde die Solidarität spürbar in einem Meer aus Transparenten, von denen zwei Stück wegen zu großer Schärfe eingezogen werden mussten.
Vom Bodensee bis zum Arlberg und aus der schweizerischen und deutschen Nachbarschaft wurde die Solidarität spürbar in einem Meer aus Transparenten, von denen zwei Stück wegen zu großer Schärfe eingezogen werden mussten.
Sprechchöre brausten durch die Feldkircher Marktgasse: „Rüthi nie – Rüthi nein – Volksabstimmung“.
Sprechchöre brausten durch die Feldkircher Marktgasse: „Rüthi nie – Rüthi nein – Volksabstimmung“.
Einer der Hauptredner war der Vorarlberger Dr. Carl Bobleter, damals Staatssekretär in Wien. Als er das Wort ergriff „brandete ihm Dank und Begeisterung entgegen, dass er sich so unerschrocken für seine Heimat zur Verfügung stellt, um die Notwehr der Bevölkerung mit demokratischen Mitteln zu unterstützen.“
Einer der Hauptredner war der Vorarlberger Dr. Carl Bobleter, damals Staatssekretär in Wien. Als er das Wort ergriff „brandete ihm Dank und Begeisterung entgegen, dass er sich so unerschrocken für seine Heimat zur Verfügung stellt, um die Notwehr der Bevölkerung mit demokratischen Mitteln zu unterstützen.“
Am 11. September 1965 erlebte Vorarlberg innerhalb eines Jahres bereits die zweite Großdemonstration. „Dichtgedrängt, wie in Feldkirch noch nie gesehen, waren Marktgasse, die Lauben, rundum die Gaststätten, die Fensterplätze und die Zufahrtsstraßen mit Rüthi-Gegnern besetzt. Schätzungen – offizielle liegen nicht vor – gehen auf 25.000 Leute.“Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek
Am 11. September 1965 erlebte Vorarlberg innerhalb eines Jahres bereits die zweite Großdemonstration. „Dichtgedrängt, wie in Feldkirch noch nie gesehen, waren Marktgasse, die Lauben, rundum die Gaststätten, die Fensterplätze und die Zufahrtsstraßen mit Rüthi-Gegnern besetzt. Schätzungen – offizielle liegen nicht vor – gehen auf 25.000 Leute.“
Oskar Spang, Vorarlberger Landesbibliothek

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare