Bühne frei für den Bau

Vorarlberg / 21.02.2022 • 18:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Werkstattbühne bekommt unter anderem einen Zubau.
Die Werkstattbühne bekommt unter anderem einen Zubau.

Beim Bregenzer Festspielhaus tanzen auch die Kräne.

Bregenz Am Festspielgelände in Bregenz wird derzeit nicht nur das neue Bühnenbild für die Oper „Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini auf der Seebühne montiert. Auch nebenan führen Bautrupps Regie. Anfang Jänner ist der Startschuss für die dritte Ausbaustufe beim Festspielhaus gefallen. Das Projekt, an dem Bund, Land und Stadt finanziell beteiligt sind, wird in mehreren Etappen umgesetzt.

Sanierung und Ausbau

Zum einen wird die Werkstattbühne, die mit dem Seefoyer und dem Seestudio in den Jahren 1995 bis 1997 errichtet wurde, technisch auf Vordermann gebracht und zum Hallenbad hin um einen Zubau erweitert. Zum anderen ist eine Kompletterneuerung der Zuschauertribüne und eine Generalsanierung der 1979 errichteten Seebühne vorgesehen. Die Gastronomie im Bestand soll ebenfalls komplett neu positioniert und deutlich erweitert werden. Darüber hinaus müssen die Fassaden und Flachdächer des gesamten Bestandes instandgesetzt werden. „Auch wenn die Vorarlberger Landeshauptstadt mit ihren 30.000 Bürgern keine Großstadt ist, bietet sie mit dem Programm der Festspiele ein internationales Format mit über 200.000 Besuchern. Der Sommer in Bregenz und die Festspiele gehören zusammen“, sagte Bürgermeister Michael Ritsch anlässlich des Projektbeschlusses im Juli des Vorjahres.

Die dritte Ausbaustufe kostet knapp 60,5 Millionen Euro. 55 Millionen werden von den Subventionsgebern Bund (40 Prozent), Land (35 Prozent) und Stadt (25 Prozent) bezahlt. 5,5 Millionen steuern die Bregenzer Festspiele bei.

Die Gesamtfertigstellung ist im Jahr 2024 geplant. Die einzelnen Bauabschnitte wurden laut Festspielen so getaktet, dass weder der Kongressbetrieb noch der Ablauf der Festspiele gestört ist. Einschränkungen gibt es indes für Fußgänger und Radfahrer. Der Uferweg von der Tribüne bis zur Abzweigung Richtung Hallenbad-Eingang ist während der Bauarbeiten gesperrt. Für den Radverkehr wurde eine Umleitung eingerichtet. 

Hallenbad

In ein paar Monaten wird voraussichtlich auch direkt neben dem Festspielhaus eine Großbaustelle aufgemacht. Das alte Hallenbad ist in die Jahre gekommen. Auf der Sportwiese des Strandbads soll daher ein Neubau mit allem Pipapo errichtet werden. Der Baustart wurde zuletzt für August 2022 anvisiert, mit der Eröffnung bis Februar 2025 gerechnet. Das Bestandsgebäude wird nach der Fertigstellung abgerissen. VN-GER

Freie Sicht auf die Festspielhaus-Baustelle. Das Projekt wird in drei Etappen umgesetzt. VN/Paulitsch
Freie Sicht auf die Festspielhaus-Baustelle. Das Projekt wird in drei Etappen umgesetzt. VN/Paulitsch